Küche - 2025-11 - Seite 64-66: Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Profiküche - als Tool, Assistent und Ideengeber. Smarte Systeme übernehmen Routineaufgaben, optimieren Prozesse und schaffen Freiraum für das, was zählt: Kreativität, Qualität und Gastfreundschaft. Spitzenkoch Johann Lafer, die Experten Anna Janßen und Dr. Hubertus Mersmann geben Einblicke in die Welt des smarten Kochens. > … In der Individualgastronomie könne smarte Küchentechnik dabei helfen, Abläufe zu standardisieren und Fehler zu vermeiden, so Lafer weiter. Das mache es möglich, den Fokus wieder stärker auf den Gast zu richten und Freiraum für das zu schaffen, was Kochen im Kern ausmacht: Leidenschaft und Persönlichkeit. In der Gemeinschaftsverpflegung ermögliche „Smart Cooking" wiederum, Qualität und Frische zu bewahren, auch wenn täglich hunderte oder sogartausende Mahlzeiten produziert werden müssen. „Vernetzte Systeme können Garzeiten überwachen, Portionen kalkulieren und Energie sparen und genau das wird in Zukunft entscheidend sein, wenn wir nachhaltiger wirtschaften wollen", ist sich VKD-Mitglied Lafer sicher. … Smartes von Kombidämpfer bis KI-Avatar > „Das Interesse an KI-Anwendungen im Gastgewerbe ist groß", bestätigt auch Dr. Hubertus Mersmann, Sprecher der Geschäftsführung von „abcfinance" und „abcbank", die sich auf KI-Leasing spezialisiert haben. „Gemäß einer Untersuchung der Universität Flensburg bewerten bis zu 54 Prozent der befragten Gastronomiebetriebe KI-gestützte Systeme als relevant für ihr Geschäft. In der Individualgastronomie finden sich KI-Hilfen bisher überwiegend in Pilot- oderTeilprojekten, zum Beispiel in Form von Assistenzsystemen, digitalen Bestellprozessen und vernetzten Küchengeräten. In Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung lassen sich hingegen bereits breitere Anwendungen beobachten, etwa bei Menüplanung, Prognosewerkzeugen und Routineprozessen, die standardisiert und effizient ablaufen", so Mersmann weiter. Johann Lafer verweist in diesem Zusammenhang auf den Rational iCombi Pro und die Plattform Connected Cooking als Beispiele aus der Praxis: „Diese Geräte können mitdenken: Sie analysieren Temperatur, Feuchtigkeit und Garzustand des Produkts, und passen die Parameter automatisch an. Das sorgt nicht nur für gleichbleibend hohe Qualität, sondern spart auch Energie und Zeit." Nicht zu vergessen der Thermomix TM7, der vor allem im privaten Bereich bekannt wurde, inzwischen aber auch in Profiküchen für kleinere Zubereitungen genutzt werde, und der „Posha Cooking Robot", ein Gerät, das nahezu selbstständig rühren, garen und wiegen könne. …ff
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