Cost & Logis - 2026-02 - Seite 26-27: Carmen Delle-Case ist Sales Team Lead bei Access Hospitality. Im Interview spricht sie über versteckte Zeitfresser, die Voraussetzungen für erfolgreiche KI-Integration und warum Gäste zwar schnelleren Service wollen, aber trotzdem lieber Menschen Trinkgeld geben. > Frau Delle-Case, das Arbeiten mit verschiedenen Systemen kostet Mitarbeiter aus dem Gastgewerbe in der Dach-Region durchschnittlich 51* Arbeitstage im Jahr. Wie beurteilen Sie die Situation? Obwohl wir das Problem aus vielen Kundengesprächen kennen, hat uns das Ausmaß überrascht. Unsere Umfrage beziffert, wie viel Arbeitszeit im ,,Systemdschungel" verschwindet, statt den Gästen zugutezukommen - das ist alarmierend. Was mich besonders beschäftigt: Das ist ein schleichender Prozess. Ein neues System hier, ein Workaround dort. Ein Tool, das für ein Team gedacht war und plötzlich drei andere betrifft. Einzeln betrachtet war die Entscheidung für ein Tool nachvollziehbar, aber im Zusammenspiel mit anderen Tools und Prozessen führt sie zu Reibungen, zum Beispiel in Form von langsameren Entscheidungen, manueller Arbeit und endlosen Abstimmungsrunden. … In welchen Bereichen verlieren Mitarbeiter durch fragmentierte Systeme die meiste Zeit? Ein großer Zeitfresser sind Reportings und Datenanalysen. Viele Teams vertrauen den eigenen Daten nicht, weil sie aus verschiedenen Quellen stammen und manuell zusammengeführt werden müssen. Mitarbeiter:innen verbringen Stunden damit, Zahlen zu kontrollieren und abzugleichen. Da verwundert es nicht, dass sich drei Viertel der Befragten konsolidierte Echtzeitdaten über alle Geschäftsbereiche hinweg wünschen. Eine Plattform, die alle Alerts und Informationen in einer Oberfläche bündelt - ob PMS, Buchungssystem oder Revenue Management - kann hier unterstützen, so wie Access Evo. Statt Spreadsheets manuell zu kombinieren, stellt das Team einfach eine Frage und bekommt die passende Auswertung. … Inwieweit kann KI dazu beitragen, das Problem zu lösen? KI kann enorm helfen - aber nur, wenn die Grundlagen stimmen. In einer integrierten Plattform sind Daten nahtlos synchronisiert. Eine KI-Schicht kann dann auf alle Informationen zugreifen und Handlungsempfehlungen geben. Bei separaten Produkten, die über APIs verbunden sind, hat jedes System eigene Datenflüsse. Man bräuchte zusätzliche KI-Agenten, um die Daten zusammenzuführen - das wird schnell komplex und fehleranfällig…. ff
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