Küche - 2025-10 - Seite 32-: hren Namen verdankt die Miesmuschel dem mittelhochdeutschen Wort „mies" für Moos, weil sie den Meeresgrund ähnlich wie Moos überzieht. Dabei können Miesmuschelbänke eine Größe von einigen Kilometern erreichen und aus mehreren Millionen Tieren bestehen. Im Gegensatz zu anderen Muschelarten vergraben sich Miesmuscheln nicht im Sand. … Aus aller Welt > Miesmuscheln kommen weltweit vor. Die bei uns im Handel erhältlichen stammen vornehmlich aus Aquakultur, wurden also in künstlich angelegten Muschelbänken gezüchtet. Ware, die hierzulande verkauft wird, stammt meist aus dem deutschen Wattenmeer, teilweise auch aus den Niederlanden oder aus Frankreich. Die Umweltschutzorganisation WWF empfiehlt, aus ökologischen Gründen auf Miesmuscheln aus Aquakultur zurückzugreifen, die komplett an Leinenkulturen herangewachsen sind. … Millionenfach vermehrt > Miesmuscheln vermehren sich zwischen April und J uni, indem die Weibchen Eier und die Männchen Samen ins Wasser abgeben. Wegen der großen Muschelbänke kommt es zu einer optimalen Befruchtung der sage und schreibe 5 bis 12 Millionen Eier, die eine einzelne Muschel pro Laichzeit ausschüttet. Wie es heißt, werden jedoch 99 Prozent der sich im Plankton aufhaltenden Larven von Planktonfressern wie Hering, Finnwal, Blauwal oder Delfin vernichtet. … Von September bis April > Traditionell haben Miesmuscheln in der Zeit zwischen September und April Saison. Die weitverbreitete Faustregel, nach der Muscheln nur in Monaten gegessen werden sollten, in denen der Buchstabe „R" vorkommt, stammt allerdings aus einer Zeit, als die Meeresfrüchte wegen der hohen Temperaturen im Sommer schnell verdarben. Diese Gefahr besteht durch die heutigen Kühltransporte nicht mehr. Allerdings können Muscheln in den warmen Monaten durch Algengifte belastet sein. Diese Gifte reichem sich mitunter im Sommer während der Algenblüte in den Muscheln an. Wer selbst Muscheln sammelt, sollte das berücksichtigen…. ff
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