AHGZ - 2025-20 - Seite 28-: Der Hotelimmobilien-Markt steht nicht still. Das wurde auf der Expo Real deutlich. > Laute Messehallen mit dicht gedrängten Besucherströmen prägen das Bild an den drei Tagen der größten europäischen Immobilienschau in München. Die Veranstalter sind zufrieden: 1742 Aussteller aus 34 Ländern sowie rund 42.000 Besucher aus 70 Ländern kamen zusammen - ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Auch die Stimmung bei den Teilnehmern aus der Hotelbranche ist nicht schlecht, obwohl das Jahr 2025 für die deutsche Hotellerie wohl keine Rekordzahlen bringen wird. Die Nachfrage nach Übernachtungen sei da, der Stellenwert des Reisens hoch, so der Tenor. Im Vergleich zu anderen Assetklassen wie Büros stehen Hotelimmobilien daher bei Investoren wieder höher in der Gunst. Sebastian Koch vom französischen Asset Manager Covivia etwa will im Portfolio den Hotelanteil von derzeit rund 20 Prozent auf 30 Prozent erhöhen. Allerdings steht dabei nicht Deutschland im Fokus, da dieses bereits den zweithöchsten Länderanteil nach dem Heimatmarkt Frankreich stellt. … In welche Länder expandieren? Ähnlich sieht dies auch Dirk Iserlohe, Aufsichtsratschef von Dorint. Auf der Expo Real verkündet er einen geplanten Neubau in Halle an der Saale. Die Hotelgruppe werde Neubauten weiter realisieren, „aber nur im DACH-Raum. In anderen Ländern ist es für Mittelständler schwierig“. Die Hotellerie ist krisenerprobt, so der Tenor, wenn es um Prognosen geht. „Die Energiekosten steigen aber außer Rand und Band. Das ist wirklich schwierig derzeit“, so Andreas Erben, CEO von Georgeous Smiling Hotels. Sicher sei, so sagt es Erben, so sagen es viele an diesen Messetagen, dass sich der Hotelmarkt noch weiter verdichten werde. Mehr Übernahmen, mehr Zusammenschlüsse. Treugast präsentierte zur Vorstellung seines Ratings der Hotelgesellschaften in Deutschland für 2025 Zahlen, die nicht gerade euphorisch stimmen. Laut Co- Star-Daten war die Belegung der Zimmer im laufenden Jahr Stand Ende August mit 66 Prozent zwar 1 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2024, aber immer noch 7 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum 2019. … ff
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