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Werner Aisslinger, Gründer Studio Aisslinger: „Eine wahre Wundermaschine" (1)

hotelbau - 2025-06 - Seite 50-53: Die Innenarchitekten und Produktdesigner von Studio Aisslinger sind seit fast zwei Jahrzehnten im Hospitality-Bereich aktiv. Den Durchbruch schafften sie mit dem Interieur des vor elf Jahren eröffneten 25hours Hotel Bikini Berlin. Ein Gespräch mit Werner Aisslinger über das kürzlich fertiggestellte Makeover des Hotels, über Experimentierfreude und über nachhaltiges Gestalten. Herr Aisslinger, das 25hours Hotel Bikini Berlin zählt zu den erfolgreichsten Häusern dieser Marke. Warum war nun eine Neugestaltung erforderlich? Das Haus ist tatsächlich eine wahre Wundermaschine. Mit nur 149 Zimmern erwirtschaftete es vor der Coronapandemie sagenhafte 19 Millionen Euro Umsatz - die Hälfte davon, und das ist wirklich außergewöhnlich, allein mit dem Neni- Restaurant und der „Monkey Bar" im Dachgeschoss in der zehnten Etage. Das Redesign erfolgte im Rahmen eines üblichen Renovierungszyklus. Unsere Aufgabe war die Neukonzeption der öffentlichen Bereiche im dritten Obergeschoss und der 22 Extra-Large-Zimmer sowie eine behutsame Modernisierung der 123 Medium-Zimmer, die am Ende aber weit über eine bloße Auffrischung hinausging. Das von uns entwickelte Storytelling zum Thema „Urban Jungle`, das auf die einzigartige Lage zwischen Breitscheidplatz und dem Affenhaus im Zoo verweist, blieb dabei unangetastet. In Bezug auf die Public Areas ging es vor allem um eine Verbesserung des F&B-Umsatzes. … Was hat sich in den Gästezimmern verändert? In den Medium-Zimmern ist das Erscheinungsbild auf den ersten Blick unverändert. Sie sind insgesamt noch immer ganz gut in Schuss, und das, obwohl die Auslastungsrate recht hoch ist. Optimiert haben wir jedoch die Illuminierung, insbesondere im Bereich der Waschtische, die aus technischen Gründen renoviert und mit neuen Fliesen versehen werden mussten. Doppelseitige Spiegel mit integriertem Leuchtmittel sorgen dort nun für mehr Helligkeit. Uns ist klar, dass man es mit einem Lichtkonzept nie allen Gästen recht machen kann. Die einen mögen es lieber schummrig gemütlich, die anderen verlangen nach der perfekten Beleuchtung am Schminkspiegel. Eine weitere Besonderheit ist die Runderneuerung der Duschen. Wie kam es hierzu? Es stellte sich heraus, dass die Bodenflächen in die Jahre gekommen waren. Allerdings reichte das Umbaubudget nicht für alle denkbaren Redesigns. So kam im Team die Idee auf, die Duschen zu überarbeiten, anstatt teure neue Produkte zu kaufen. Wir ließen die 2014 eingebauten Flächen demontieren und an den Hersteller Kaldewei zurückführen, damit sie dort in einem Upcycling-Prozess sandgestrahlt und mit einer neuen Emaillierung versehen werden konnten. … ff

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