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Die neue Allianz von Algorithmus und Atelier (1)

Top hotel - 2025-10/11 - Seite 90-91: Künstliche Intelligenz und Handwerk schließen sich nicht aus - sie ergänzen sich. Unter dem Motto „Craft is a verb“ zeigt die Heimtextil 2026, wie digitale Tools und manuelles Können neue textile Ideen hervorbringen. In Halle 6.1 werden die von Studio Alcova - bekannt für seine experimentellen Ansätze - formulierten Trends räumlich inszeniert, von „Sensing Nature“ bis „Visible Co-Work“. > Sensing Nature > Die Natur dient hier nicht als Dekoration, sondern als Impulsgeber. Formen, Strukturen und Farben werden digital interpretiert und in textile Oberflächen übersetzt - etwa als feine Reliefs, changierende Webmuster oder sanfte Farbverläufe. Das Ergebnis wirkt ruhig und organisch. Materialien mit naturinspirierter Struktur schaffen eine entspannte Atmosphäre. Re-Media > Analoge und digitale Medien treffen hier direkt aufeinander. Zeichnungen, Skizzen oder handschriftliche Notizen werden digitalisiert, bearbeitet und anschließend wieder in Textilform gebracht - etwa als Jacquard, Stickerei oder Druck. So entstehen Oberflächen, die den Dialog zwischen Hand und Maschine sichtbar machen, ohne künstlich zu wirken. Kombinierte Techniken - zum Beispiel digitaler Druck mit echten Stickdetails - bringen Tiefe und Individualität in Flächen. Besonders reizvoll bei Akzentstoffen, Wandpaneelen oder dekorativen Kissen, wo kleine Unregelmäßigkeiten Charakter zeigen. … Visible Co-Work > Hier wird das Zusammenspiel von Mensch und Maschine selbst zum Gestaltungselement. KI liefert Vorschläge, der Mensch greift ein, verändert, korrigiert - das Ergebnis zeigt beide Handschriften. Nähte, Übergänge oder technische Details werden nicht versteckt, sondern bewusst betont. Sichtbare Verbindungen und offene Strukturen können bewusst eingesetzt werden - etwa bei Polstern, Wandverkleidungen oder Leuchten. … ff

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