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„Je mehr KI, desto mehr Hospitality" Richard Valtr, Firma Mews (2)

"Cost & Logis - 2025-06 - Seite 22-23: Richard Valtr ist Gründer der rasant wachsenden Firma Mews, die Hoteliers technologische Unterstützung in Form cloudbasierter Property Management Systeme anbietet. Im Interview mit Cost & Logis spricht der in den USA lebende Unternehmer über Künstliche Intelligenz, ihre Folgen für die Hospitality, veränderte Ansprüche der Hotelgäste, Vorbilder, seinen Ursprung und die Hotellerie der Zukunft. Herr Valtr, wie stellt sich das Jahr 2025 bisher für Sie dar? Wir beobachten politische Disruption in beträchtlichem Ausmaß. Die Menschen sind verunsichert. Ökonomische Indikatoren zeigen wirtschaftlichen Abschwung an. All das hat Einfluss auf das Reiseverhalten. Ich lebe hier in den USA und beobachte, dass selbst die Zahl der Reisenden aus dem Nachbarland Kanada signifikant gesunken ist. Andererseits bekommen aufstrebende Märkte zunehmend Gewicht. Indien zum Beispiel ist zu einem bedeutenden Quellmarkt für den Tourismus nach Europa und in die USA geworden. Soweit die Makroperspektive in aller Kürze. Aus unserer Sicht als Technologie- Firma kann ich sagen: Künstliche Intelligenz (KI) bringt enormes disruptives Potenzial in unsere Märkte und das wird in den kommenden Jahren zunehmen. Und es wird erheblichen Einfluss darauf nehmen, wie Hotels arbeiten. Warum Macht KI den Unterschied? Wir kennen Machine Learning seit vielen Jahren. Sie verbirgt sich zum Beispiel im Revenue Management und beim Managen von Hotel-Bewertungen. Inzwischen haben wir es mit einer breit angelegten technologischen Entwicklung zu tun. Einer Entwicklung, die etwa den klassischen Empfangs-Desk überflüssig machen wird. Wenn es darum geht, Buchungs-Fragen der Gäste zu beantworten, ihnen bei der Reservierung zu helfen, dann kann KI das besser und schneller als Mitarbeiter. … Was bedeutet das für den Job der Hoteliers? KI-Agenten werden die Bedürfnisse und Vorlieben der Gäste erkennen, noch bevor sie selbst es tun. Gäste werden ein personalisiertes Erlebnis haben, von den Getränken in ihrer Minibar bis hin zu Restaurant-Empfehlungen und auf sie abgestimmten Aktivitäten. Mitarbeiter solch differenzierte Anfragen am Telefon bearbeiten zu lassen, würde sie zeitlich hoffnungslos überfordern. Das geht nur, wenn sie ebenso durch KI unterstützt werden. Und an dieser Stelle kommen Unternehmen wie wir ins Spiel. Ist ein Individualhotel noch in der Lage, mit dieser Dynamik mitzuhalten? Ja, gerade Individualhotels können profitieren. Dank KI lassen sich mit überschaubarem Aufwand Prozesse automatisieren und Daten intelligent nutzen. Gleichzeitig lässt sich die Gästekommunikation verbessern - ohne die Infrastruktur großer Hotels. … ff

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