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Resorts haben eigene Spielregeln: Interview mit Stephanie Zarges-Vogel, Zarges von Freyberg Hotel Consulting

Top hotel - 2022-10/11 - Seite 44-47: Die Coronapandemie hat das Interesse an der Ferienhotellerie gesteigert. Doch die Unterschiede zur Stadthotellerie sind groß. Im Tophotel-Interview erläutert Stephanie Zarges-Vogel, geschäftsführende Gesellschafterin bei Zarges von Freyberg Hotel Consulting, die Herausforderungen und Chancen der Resort-Hotellerie in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz. > Tophotel: Frau Zarges-Vogel, wie nachhaltig ist der Hype um die Ferienhotellerie in der DACH-Region? Stephanie Zarges-Vogel: Viele Zeichen sprechen für seine Nachhaltigkeit. Die Region Deutschland, Österreich, Schweiz wird als Urlaubsdestination immer beliebter, und das Investoreninteresse ist deutlich gestiegen. Der Trend zu Reisen im eigenen Land und auf kurze Distanz bleibt sicherlich aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Lage weiterhin bestehen. Die Ferienhotellerie wurde bisher überwiegend von Privathoteliers geprägt beziehungsweise von regionalen Sparkassen und Volksbanken finanziert. Als Folge der Coronapandemie erleben wir nun ein stetig wachsendes Interesse an Feriendestinationen sowohl bei institutio- nellen Investoren als auch bei Hotelgesellschaften, die sich bisher nur auf Städte fokussiert haben. … Welche Stellschrauben sind beim Betrieb eines Resort-Hotels anders als beim Stadthotel? Resort-Hotels müssen häufig als eigene Destinationen funktionieren, was es arbeitsaufwendig und kostspielig für den Betreiber macht. Zudem müssen die Hoteliers mit der Saisonalität umgehen können. In der Nebensaison kann es zu auslastungsschwachen Zeiten mit niedriger Durchschnittsrate und negativem Cashflow kommen. Manchmal gibt es sogar nur eine Saison und die Hotels sind über Monate geschlossen. Das alles muss in der Hauptsaison wieder aufgeholt werden. Dadurch ist das Revenue Management in der Ferienhotellerie deutlich komplexer als in der Stadt. … Welche Standorte und Betriebsgrößen sind für institutionelle Investoren interessant? Eine möglichst lange Saison, Standorte am Meer oder im Gebirge sowie ein großes Einzugsgebiet innerhalb von 200 Kilometern. Zunehmend wächst aber auch das Interesse an kleineren Städten im ländlichen Raum, wo nun beispielsweise B&B Hotels Fuß fasst. …ff

 

 

  

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