· 

Handelsgastronomie: Das 5-Euro-Business

foodservice - 2022-10 - Seite 26-27: Zeitenwende in der Handelsgastronomie - Corona hat die Branche teilweise getroffen, teilweise beflügelt. Beim EHI-Handelsgastronomiekongress 2022 diskutierte die Branche in Frankfurt, wie es weitergehen kann > Ukrainekrieg, Energiekrise, Corona - Die Vorzeichen, unter denen das Forschungsinstitut des Handels zum Handelsgastronomie- Kongress nach Frankfurt geladen hatte, könnten kaum schwerer sein. Doch während andere Branchen gigantische Probleme haben, ist die Stimmung in der Handelsgastro gemischt. Natürlich fürchten die Teilnehmer hier auch die Inflation und kämpfen mit gestörten Lieferketten. Als günstiges Segment des Außer-Haus-Marktes kann die Handelsgastronomie aber auch profitieren, wenn Gäste statt ins Restaurant zu gehen auf die Fleisch- oder Sushi- Theke im Supermarkt ausweichen. Und tatsächlich: Der Markt wächst, doch die Ausgabenbereitschaft der einzelnen Menschen schrumpft. Der Durchschnittsbon ist um 10 Prozent von 5,50 auf 4,92 Euro gesunken. 34 Prozent der Kunden sind im Preisbereich unter 4,50 unterwegs, nur 1 Prozent der Gäste gibt mehr als 6 Euro aus. Die magische Grenze für die Handelsgastro scheint aktuell der kleinste Euroschein zu sein: 5 Euro ist der Kunde gerne bereit, für seinen Snack auszugeben. Alles darüber wird schwierig. Entsprechend sehen die Top-Speisen im EHI-Ranking aus, ganz oben stehen kalt belegte Brötchen, dann folgen Fleischkäse, Pizza, Pasta und Hausmannskost. … Für die Handelsgastronomie hatte der GfK-Experte auch Tipps im Gepäck. „Richten Sie ihren Blick auf die Stammkunden“, empfahl Walter. Diese kaufen fünf mal öfter OOHArtikel im Supermarkt als die Durchschnittskäufer. Außerdem empfahl Walter, das Upselling-Potential der Gäste zu nutzen. Diese tätigen bereits 47 Prozent ihrer OOHEinkäufe in Handelsgastronomie, geben dafür aber nur 21Prozent ihrer entsprechenden Ausgaben aus. …ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0