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„Große Player pushen unseren Impact“- Interview mit Wolfgang Hennen,Country Manager von Too Good To Go

foodservice - 2022-10 - Seite 58-60: Mit Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg hat Sparen enorm an Relevanz gewonnen. „Gönn Dir!“ ist zwar immer noch schön, für immer mehr Menschen jedoch kaum mehr realistisch. Explodierte Kosten gefährden unternehmerische wie private Existenzen. > Too Good To Go hat der Lebensmittelverschwendung in Deutschland vor sechs Jahren den Kampf angesagt, indem per App übrig gebliebenes Essen gerettet wird. Profitieren sollen und können das Klima, Unternehmen und Privathaushalte. Das Klima, indem weniger nachproduziert werden muss und so zum Beispiel weniger CO2-Emissionen entstehen. … Wie sind Sie nach 30 Jahren Bundeswehr und Discounter bei den Lebensmittelrettern gelandet? Ich hatte das Bedürfnis, noch einmal etwas Neues anzufangen. Als Berater für Start-ups im Food-Segment bin ich auf dieses soziale Business gestoßen. Es verfolgt eine Mission, die mir ein persönliches Bedürfnis ist. Ich bin in Afrika aufgewachsen, wo Lebensmittel nicht so verfügbar sind - und eben nicht so verschwendet werden wie hier bei uns. Für mich war es ein völlig neues Konzept in Deutschland zu wirtschaften. Nicht als NGO, sondern mit einem Geschäftsmodell, das, um zu existieren und seine Mission zu erfüllen, Wertschöpfung betreibt. Inhalt und Kern des Unternehmens ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in unserem Fall Klima und Umwelt schützt. Verantwortungsvolles Wirtschaften. Das ist Nachhaltigkeit. Das Mindset im Unternehmen ist unheimlich inspirierend, jeder und jede möchte den größtmöglichen Beitrag zum Ergebnis, Lebensmittel zu retten, leisten. …Wer sind Ihre gesellschaftlichen Partner, um Ihr Ziel zu erreichen? Auf der einen Seite die App-User. Eher junge, eben App-affine Menschen, doch allmählich auch immer mehr Kundenschichten, die die Vorteile der App schätzen. Auf der anderen Seite Gastro-Betriebe wie etwa Bäckereien, wo es leider nach wie vor üblich war, bis zum Schluss ein breites Angebot frischer Ware vorzuhalten. Aber auch Markengastronomie, Tankstellen, Kantinen und Hotels. Im Lebensmitteleinzelhandel ist noch viel Überzeugungsarbeit nötig. Weniger interessant ist unser Angebot etwa für à la Carte-Restaurants. Sie haben ihre Mengen gut im Griff, sprich kaum Verluste. …ff

 

 

  

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