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Versicherungstipp: Streitfall Fugenschaden

Top hotel - 2022-09 - Seite 12-: Wasserschäden gehören zu den meistgemeldeten Versicherungsfällen in Deutschland - und reichen vom Wasserrohrbruch bis zu „Fugenschäden“. Sie sind umso ärgerlicher, wenn die Versicherung nicht zahlt. Denn das muss sie auch nicht in allen Fällen. > Wasserschäden können teuer werden. Eine undichte Armatur reicht für einen Schaden genauso aus wie eine defekte Wasserleitung oder eine undichte Fuge. Der Aufwand zur Schadenbeseitigung ist dabei oft enorm. Fachleute müssen das mögliche Leck orten und reparieren, die Wand oder das ganze Gebäude trocknen und entstandenen Schimmel beseitigen. Durchschnittlich kostet die Beseitigung von Wasserschäden 2.000 Euro, es kann aber auch schnell fünfstellige Eurobeträge annehmen, wenn Wasser lange Zeit unbemerkt austritt. Genaue Abgrenzung nötig > Als Leitungswasserschaden gelten Bruchschäden innerhalb und außerhalb von Gebäuden, außerdem Nässeschäden und Schäden durch Wasserlöschanlagen. Der Wasseraustritt aus einem Rohr stellt nur dann einen Fall für die Versicherung dar, wenn das Material des Rohres einschließlich seiner Dichtungen, Flansche, Muffen und Verschraubungen ein Loch oder einen Riss bekommen hat. Eine Verstopfung ist demnach kein Bruch und nur in wenigen Verträgen versichert. Auch ein Muffenversatz stellt keinen Rohrbruch dar, weil es an der Beschädigung des Rohres selbst fehlt. Deshalb sind bei einem Wasserschaden immer zwei Komponenten zu berücksichtigen: Die Schadenursache und der Nässefolgeschaden. … Wer in die Versicherungswerke schaut, liest dort: „Der Versicherer leistet Entschädigung für versicherte Sachen, die durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser zerstört oder beschädigt werden oder abhandenkommen.“ …ff

 

 

  

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