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Steuertipp - Lohnkosten: Das ändert sich!

Top hotel - 2022-09 - Seite 11-: Nach den Lohnanpassungsrunden im Januar und Juli dieses Jahres folgen ab 1. Oktober weitere Änderungen. Was auf Arbeitgeber bei Mindestlohn, Mini- und Midijobs zukommt und welche weiteren neuen Regelungen es zu beachten gilt, erläutert unser Steuerexperte. Bilder: ETL Adhoga Küchendienst, Bedienung, Zimmerservice - gerade in der Hotel- und Gastronomiebranche besteht ein großer Bedarf an helfenden Händen, sei es dauerhaft oder spontan, im Urlaubs- oder Krankheitsfall, oder zu bestimmten Saisonzeiten. Um sich nicht zu fest zu binden, entscheiden sich viele Unternehmer für die Einstellung von Minijobbern. Zeitlich flexibel und mit überschaubaren Lohnkosten - so wünscht es sich der Arbeitgeber. Doch nachdem im Januar und im Juli 2022 bereits Lohnanpassungen erfolgten, gibt es für Arbeitgeber nun auch zum 1. Oktober noch weitere Neuerungen auf gleich drei Gebieten zu beachten. Neue Mindestlohnerhöhung zum 1. Oktober > Zum 1. Juli 2022 wurde der gesetzliche Mindestlohn bereits auf 10,45 Euro brutto pro Stunde erhöht. Ab 1. Oktober sind nunmehr 12 Euro zu zahlen. Eine Vergütung oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns ist zu zahlen, wenn ein branchenweit geltender oder durch Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für allgemeinverbindlich erklärter Tarifvertrag einschlägig ist. Die Erhöhung des Mindestlohns hat auch Auswirkungen auf die Berechnung der steuerfreien Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, denn die Bemessungsgrundlage für diese steuerfreien Zuschläge richtet sich grundsätzlich nach dem vertraglich vereinbarten Bruttostundenlohn. Höhere Verdienstgrenze beim Minijob > Bei Minijobs gilt noch bis 30. September die Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro im Monat. Ab 1. Oktober orientiert sich die Geringfügigkeitsgrenze an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu Mindestlohnbedingungen und beträgt 520 Euro monatlich. …ff

 

 

  

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