· 

Schulverpflegung: Preispolitik - Mehr Geld für die Schulverpflegung

Küche - 2022-08/09 - Seite 20-21: In Deutschland wächst die Unzufriedenheit mit der Preispolitik bei der Schulverpflegung. In Hamburg und Chemnitz fordern Schulcaterer und Elternvertretungen gemeinsam Krisenzuschläge und Nachverhandlungen der Verträge> Auf unsere Schreiben bekommen wir inzwischen nicht einmal mehr eine Eingangsbestätigung des Senates", gibt Orkan Saiti, Sprecher der Initiative Hamburger Schulcaterer (IHC), den aktuellen Stand des Dialogs mit der hamburgischen Landesregierung wieder. Thema ist die Situation der Schulverpflegung in der Hansestadt. Anfänglich hatten der Senat und die I HC, in der die größten Schulcaterer zusammengeschlossen sind, zumindest noch miteinander geredet. Und zu bereden gab und gibt es „eigentlich" viel, denn den Caterern steht das Wasser bis zum Hals. Historische Preissteigerungen: Die aktuellen Preissteigerungen seien „zweifellos historisch und werden anhalten", sagt Saiti. Doch der Senat halte an einer Indexierung fest, die lediglich die moderate Preissteigerung der vergangenen Jahre berücksichtige. In einem Schreiben des IHS an den Senat wird kritisiert, dass diese Haltung „weder sachgerecht noch zumutbar" sei. Der Senat wolle „unter Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung" die „rückwärtsgerichtete" Indexierung beibehalten. Und weiter: ,,Aufgrund des massiv gestörten Preisgefüges im Marktwürde das sachwidrig dazu führen, dass wir als Caterer die Arbeit einstellen müssten oder in die Insolvenz liefen." Ab August 2022 werden in Hamburg4,15 Euro pro Mittagessen berechnet. Das reicht den Unternehmern nicht aus. Siefordern einen Krisenzuschlag von 50 Cent bis Ende 2022. ,,Das ist eine Minimalforderung", betont Orkan Saiti. Er verweist unter anderem auf die anstehende Mindestlohnerhöhung im Oktober, die die wirtschaftliche Lage der Branche erneut verschärfen werde. ... ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0