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Schulverpflegung: Gastbeitrag Dr. Michael Polster: „Die Branche schlägt Alarm"

Küche - 2022-08/09 - Seite 22-23: Dr. Michael Polster ist Vorsitzender des Deutschen Netzwerkes Schulverpflegung e. V. (DNSV). In seinem Gastbeitrag spricht er Klartext, was sich in der krisengeschüttelten Schulverpflegung dringend ändern muss> Die Schul- und Kinderspeisung soll weiterhin für alle Eltern bezahlbar bleiben. Daran arbeiten die Verpflegungsanbieter hart. Doch explodierende Energiekosten, steigende Lebensmittelpreise und die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise und des Ukraine-Krieges drohen den Bemühungen der Branche ein Ende zu setzen. Zum wiederholten Male sehen sich die Kita- und Schulessensproduzenten an den Rand ihrer Existenz gedrängt. Ihre Gewinnmargen sind ausgereizt. Die Unternehmen haben schwer mit dem allgemeinen Preisdruck zu kämpfen. Zum Beispiel sind die Lebensmittel im Einkauf zwischen 30 und 60 Prozentteurer geworden. Ein solcher Preisauftrieb war nicht vorhersehbar. Die Branche schlägt Alarm. Denn in den Verträgen für Schul- und Kitaessen sind feste Preise pro Essen fixiert. Diese beruhen auf wirtschaftlichen Annahmen, welche in keiner Weise mehr der aktuellen Lage entsprechen. Die Branche ist sich allerdings darin einig, dass sie nach wie vor qualitativ hochwertiges Essen für die Schülerinnen und Schüler anbieten will. Dafür braucht es gute Lebensmittel und Rohstoffe. Das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung fordert entsprechende Nachverhandlungen zu den gegenwärtig bestehenden Leistungsverträgen und eine Anpassung der aktuellen Schulessenspreise. Eine Erhöhung sollte mindestens zwischen 15 und 30 Prozent liegen. ... ff

 

 

  

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