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„Jeden Tag liegt Geschäft auf der Straße“- Interview mit Christian Schmitz, CEO von Selecta

foodservice - 2022-09 - Seite 18-25: Joy to go - Glück zum Mitnehmen. Und das am Tag 10 Millionen Mal. So lautet der Slogan von Christian Schmitz, CEO von Selecta. der 41-Jährige führt seit Juli 2020 die Geschicke des Unternehmens - hier spricht er ausführlich über seine Philosophie und konkrete Ziele. > Selecta kennt man in erster Linie als „Automatenbestücker“ - über 400.000 Automaten in 16 Ländern. Ist das noch zukunftsgerecht? Christian Schmitz: Im Juli 2020 habe ich den Job als CEO bei Selecta übernommen. Und ja, damals war Selecta ein Automatenbestücker. Es gab nicht eine Selecta, sondern es gab damals 16 Selectas. Man könnte auch sagen, 16 Königreiche, denn jeder hat komplett sein eigenes Ding gemacht. Jeder mit seinem eigenen Fokus und seiner eigenen Strategie. Der eine macht Kaffee, der andere nicht; der eine findet Starbucks gut, der andere nicht - jeder kauft alleine ein, absoluter Wildwuchs. Diese Landesfürsten gibt es nicht mehr? Nun, wir haben circa 80 Prozent neu besetzt, da die Ausrichtung des Unternehmens einfach eine neue geworden ist. … Aber es gab doch auch schon vor Ihnen einen CEO der Gruppe mit einem definierten Aufgabenbereich. Das stimmt, aber die Verantwortung lag eben bei den Landesfürsten. Und da machte jeder, was er wollte. Die Schieflage der Selecta in 2020 hat ja nichts mit der Pandemie zu tun. Das Geschäftsmodell der Selecta basierte darauf, eine Vending-Firma zu sein, in der jeder sein eigenes Ding machte und deren übergeordnetes Businessmodell darin bestand, möglichst viele Firmen dazuzukaufen, damit man alsbald irgendwie einen Börsengang dahinzwiebeln kann. … Sie schreiben Innovation groß - was heißt das? Sehen Sie, wir haben heute hauptsächlich klassische Spiralautomaten. Die haben 40 Ausgabemöglichkeiten und fressen eine Wahnsinnsenergie. Mit Panzerglas. Die braucht man vielleicht morgens um 3 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof, aber doch sonst nicht. Also müssen wir innovativ sein. Weniger Energiekosten und mehr Ausgabemöglichkeiten. …ff

 

 

  

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