· 

DEHOGA-Pressekonferenz: Neustart Gastgewerbe muss gelingen

Gastronomie&Hotel Impulse - 2022-02 - Seite 8-9: DEHOGA-Präsident Zöllick fordert: Energiesicherheit, Maßnahmen zur Arbeits- und Fachkräftegewinnung sowie die Beibehaltung der 7% Mehrwertsteuer > Nach zwei Jahren Corona-Pandemie kämpft sich das Gastgewerbe aus der Krise. Dank der seit April anziehenden Nachfrage wächst bei vielen Betrieben Zuversicht. Der Neustart der Branche wird allerdings erschwert durch die massiv steigenden Kosten und wachsenden Unsicherheiten in Folge des Ukraine-Krieges. „Die aktuellen Herausforderungen könnten kaum größer sein", sagte Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), auf der Pressekonferenz des Verbandes am Dienstag in Berlin. Die Branche brauche jetzt Planbarkeit und verlässliche Perspektiven. … Corona-Bilanz > Nach zehn Wachstumsjahren habe die Corona-Pandemie die Branche in ihre schwerste Krise der Nachkriegszeit gestürzt, berichtete Zöllick. „Neun Monate Lockdown und weitreichende Einschränkungen haben tiefe Spuren hinterlassen - bei den Unternehmern wie Mitarbeitern." Für die Krisenjahre meldete die Branche Umsatzausfälle historischen Ausmaßes. 2020 brach der Umsatz laut dem Statistischen Bundesamt gegenüber 2019 um real 39,0 Prozent ein. Das Jahr 2021 fiel mit realen Einbußen in Höhe von 40,1 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr sogar noch schlechter aus. Und auch im ersten Quartal 2022 musste das Gastgewerbe noch einen realen Umsatzverlust von 32,5 Prozent verkraften. „Von März 2020 bis 2022 hat die Branche damit nominal 74,9 Milliarden Euro verloren", so Zöllick. Die Pandemie traf auch den gastgewerblichen Jobmotor mit voller Wucht. … Aktuelle Herausforderungen sind groß > „Allen Betrieben zu schaffen, machen die explodierenden Kosten bei Energie, Lebensmitteln und Personal", so Zöllick weiter Besonders bitter sei zudem, dass gute Nachfrage oft nicht bedient werden könne, da Mitarbeiter fehlten. Anfang Juni beklagten rund 60 Prozent der Betriebe einen akuten Mitarbeitermangel. Priorität hätten Maßnahmen zur Arbeits- und Fachkräftesicherung. „Wir benötigen dringend mehr Mitarbeiter aus dem Inland wie Ausland." Deshalb müsse die Arbeitskräftezuwanderung aus Nicht-EU-Staaten zügig ausgeweitet sowie Prozesse und Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Längst überfällig sei eine echte Offensive für die duale Ausbildung. Zentrale Maßnahme zur Zukunftssicherung der Branche sei laut Zöllick die Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung. …ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0