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Führung ist gefragt: Michi Kasper, Experte für Employer Branding

foodservice - 2022-07/08 - Seite 19-: Eine Branche kämpft um ihr Image. Für den einzelnen Unternehmer kann sich das wie sehr starker Gegenwind anfühlen. Was kann er konkret machen, um aus der Masse herauszustechen und als guter Arbeitgeber so zu glänzen, dass es auch die Mitarbeiter von morgen wissen und sich deshalb bewerben? Michi Kasper ist Experte für Employer Branding und hat drei ganz einfache Tipps für Führungskräfte: „Schauen Sie sich mal selbst Ihre eigene Website aus der Bewerberperspektive an.“ Eine Karriereseite muss dem potenziellen Bewerber klar sagen, warum er bei Ihnen arbeiten soll. „Dann lesen Sie Ihre Stellenanzeigen und am Ende versuchen Sie mal so ehrlich wie möglich für sich selbst zu beantworten, ob Sie selbst gerne bei sich arbeiten würden. Das ist nicht leicht, manchmal hilft es auch, wenn man den Partner oder gute Mitarbeiter fragt.“ Er rät Arbeitgebern dazu, authentisch und ehrlich zu werben. „Auf keinen Fall sollten Sie Dinge versprechen, die der Job nicht hält. Sonst sind die Leute auch blitzschnell wieder weg. Man muss sich um das Personal genauso gut kümmern wie um die Gäste.“ Für alles andere ist der Konkurrenzdruck um die besten Mitarbeiter mittlerweile auch viel zu hoch. „Das klingt jetzt hart, aber der klügste Gastronom ist der, der den anderen die Leute wegnimmt. Ausbildung ist super wichtig, gerade aktuell, aber du brauchst ja auch Leute mit Erfahrung, Leute, die was wegschaffen. Damit die zu dir kommen, musst du geiler als die anderen sein. Ein Obstkorb oder 50 Euro mehr Lohn allein macht da nicht den entscheidenden Unterschied.“ Deshalb geht gutes Employer Branding auch nur von innen nach außen. Wer die Mitarbeiter halten kann, die er hat, muss auch weniger neue suchen. …ff

 

 

  

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