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Köche und Tattoos: Wenn der Beruf unter die Haut geht

Küche - 2022-07 - Seite 82-85: Der berühmte französische Koch Paul Bocuse trug einen tätowierten Hahn auf dem Oberarm. Nicht irgendein Federvieh - und nein, es hatte auch keinen Bezug zu „Coq au vin". Das Tattoo symbolisierte den gallischen Hahn. Gestochen wurde es nicht etwa in einem coolen Tattoo- Studio in Lyon, sondern 1944 während des Zweiten Weltkrieges. Bocuse war als 17-Jähriger in die Befreiungsarmee eingetreten, im Elsass durch eine Kugel in die Brust verwundet und von amerikanischen Soldaten in einem Feldlazarett versorgt worden. ... Gerade „kleine Motive, beispielsweise am Handgelenk, die sich jeder leisten kann", sind aktuell besonders gefragt, weiß Jan Hartmann, selbst Tätowierer und Vorstandsmitglied beim Bundesverband Tattoo. Großflächig hat hingegen der Koch und Food-Fotograf Ingo Hilger seinen Kochstil, den er selbst als „ländlich mit der Küche des Südens", beschreibt, auf der Haut verewigt. Konkret heißt das: Rote Bete, Zucchini, Koriander, Rosmarin, Peperoni, Walnuss und andere Zutaten zieren als Tattoos großflächig seinen Arm. Ein besonderes Faible für Kräuter hat auch der vegetarische Sternekoch Jan Hoffmann (s. Seite 26): Seine Lieblings-Wildkräuter Schafgarbe, Gundermann und Vogelmiere schmücken beispielsweise den rechten Arm ... ff

 

 

  

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