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Food Campus Berlin: Natur und Labor auf einem Teller

First Class - 2022-06/07 - Seite 54-58: Der Food Campus Berlin tritt mit einem großen Ziel an: Er will „Transformationsbeschleuniger für die Ernährungswende“ werden. Dazu sollen hier Köche, Foodies aller Art, Produktentwickler, Wissenschaftler, Maschinenbauer, Landwirte u.v.m. analog und digital auf innovative Art und Weise kooperieren. > Den Food Campus Berlin zu kategorisieren, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Er ist schlicht: anders. Warum? Dafür verweist Lukas Dillinger auf ein Zitat Albert Einsteins: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Als Problem meint er die industrialisierte Lebensmittelproduktion. „Dieser Sektor ist für 30 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich - und nebenbei auch für 60 Prozent Biodiversitätsverlust“, konkretisiert der Innovation Strategist des Food Campus und schlussfolgert im Sinne Albert Einsteins: „Um dieses Problem zu lösen, brauchen wir ein komplett neues Mindset, das gemeinschaftlich erarbeitet werden muss - und dafür brauchen wir einen Ort der Lösungen: den Food Campus.“ … Ort der Lösungen > Wobei es „Ort“ allein nicht trifft. Der transdisziplinäre Austausch soll nicht nur auf dem 40.000 m2 großen Gelände in Berlin Tempelhof-Schöneberg stattfinden, sondern auch im digitalen Raum. „Der Food Campus Berlin ist konzipiert als Ökosystem der Ökosysteme“, sagt Jörg Reuter, auch „The Brain“ des Projekts genannt. … Ort der Gemeinschaft > Nach geplantem Spatenstich im Juli 2022, soll der Campus 2024 öffnen. „Unsere Idee und den Weg dahin wollen wir schon vorher greifbar machen, z. B. durch Events, eine Roadshow und den Austausch innerhalb einer Community im virtuellen Raum“, erläutert Lukas Dillinger. Dahingehend wird im September 2022 der virtuelle Campus gelauncht. „Dort erhält die vorhandene Food Community, die bereits rund 3.000 Mitglieder umfasst, ein Zuhause für ihren Zukunftsdialog. … Ort für Köche > So futuristisch das Projekt klingt, kommt Köchen - auch in der Community - ein besonderer Platz zu. „Zum einen sind Food Startups gut beraten, enger mit Köchen zu arbeiten. Und zum anderen wollen wir auch die Köche selbst mit Wissen rüsten“, erläutert Lukas Dillinger einen Projektpart, der ihm besonders am Herzen liegt und ergänzt: „Wir wollen den Ernährungsbereich transformieren, indem wir Nachhaltigkeit und damit auch Regionalität der Lebensmittel stärken. Dafür müssen wir die Kochzunft einbeziehen. …ff

 

 

  

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