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Nachgefragt bei Jörg Reuter, Geschäftsführer Artprojekt Nature & Nutrition und Konzeptionierer des Food Campus Berlin

24 Stunden Gastlichkeit - 2022-04 - Seite 56-: Der Food Campus beherbergt eine Fülle an Projekten - welches wird die größte Herausforderung? Wir machen es uns mit keinem Thema leicht, sondern wollen überall Benchmarks setzen. Dennoch wird es wohl die größte Herausforderung, alle Teile transdisziplinär miteinander zu verbinden. Denn dafür müssen wir raus aus dem Silodenken. Es gilt einen gesamten Sektor zu transformieren - das passiert weder über Nacht, noch im Alleingang. Nur wenn sich verschiedene Begleiter der Food- Wertschöpfungskette zusammentun, um eine neue Form von Lebensmittelsystem zu entwickeln, kann der Food- Sektor Teil der Lösung und nicht mehr nur Teil des Problems sein. Die Nachfrage nach Planetary Health-Lösungen ist im Außer-Haus- Markt riesig. … Sie sagen die Industrie ist das Problem, kann aber auch Teil der Lösung sein - egal wie „grün“ mögliche Kooperationspartner tatsächlich sind? Die Auswirkung unserer Ernährung auf die planetarischen Grenzen wird immer deutlicher. Die Lebensmittelproduktion muss zunehmend regenerativ werden. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Greenwashing können wir hier nicht gebrauchen. Bei der Kuratierung der Partner schauen wir natürlich genau hin, ob sie zu unserer Philosophie passen. … Sie haben angekündigt, die „spektakulärste Kantine Europas“ zu eröffnen. Wie wollen Sie diesen Superlativ mit Leben füllen? Superlative verkaufen sich gut - wecken aber auch große Erwartungen, die der Food Campus nicht im Alleingang erfüllen kann, sondern nur mit Branchenpartnern. Allen voran mit dem Food Service Innovation Lab, einem Startup aus dem Hause Dussmann, und seinem Kopf Christian Hamerle. Er ist mit uns auf einer Wellenlänge, was das Ziel angeht, sich vom Silodenken zu lösen. Wir denken von Anfang an sehr groß, sind aber auch auf der Suche nach Innovationsbündnispartnern. …ff

 

 

  

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