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Bier: Leichter Biergenuss

Küche - 2022-06 - Seite 46-47: Der Biermarkt steht unter Druck - seit Jahren ist der deutsche Bierkonsum rückläufig. Doch es gibt auch positive Signale. Unsere Experten verraten, was Gastronominnen und Gastronomen wissen sollten, um ihren Bierumsatz zu sichern. > Corona hat eine Menge durcheinandergewirbelt und viele negative Auswirkungen. Will man überhaupt von positiven Folgen sprechen, zählt sicherlich das gestiegene Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein der Menschen dazu. … Rund 680 Millionen Liter Alkoholfreies wurden trotz Pandemie allein im vergangenen Jahr über alle Vertriebskanäle hinwegverkauft - sieben Milliarden Liter Bier waren es im Inland insgesamt. Seit 2007 hat sich die Produktion alkoholfreier Biersorten in Deutschland mehr als verdoppelt. Alkoholfreie Biere boomen > Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), ist davon überzeugt, dass das Ende der Fahnenstange damit noch längst nicht erreicht ist. Er redet von einem „sehr dynamischen Wachstum". Kaum eine andere Lebensmittelkategorie habe sich vergleichsweise flott entwickelt, stellt Eichele fest. Der Marktanteil von alkoholfreien Bieren liege im deutschen Biermarkt bereits bei acht Prozent, mit steigender Tendenz. Interessanterweise würden neben klassischen Sorten wie Pils, Weizenbier oder Radler hierzulande immer mehr regionale Spezialitäten wie Kölsch und Alt oder auch besondere Biersorten, wie zum Beispiel India Pale Ale, als alkoholfreie Varianten gebraut, weiß der Experte. … Drohende Preiserhöhungen > Positive Signale wie diese nehmen die deutschen Brauer und ihre Partner gerne zur Kenntnis. Denn Bier verliert insgesamt immer mehr an Zuspruch: 2020 lag der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch nur noch bei 94,6 Litern. Fünf Jahre zuvor waren das noch 11 Liter mehr pro Kopf (2019: 99,7; 2017:101,2; 2015: 105,9). Verheerend für die deutschen Brauer, so Holger Eichele: „Der historische Absatzeinbruch auf dem Biermarkt trifft auf eine nie gekannte Preisexplosion." Von Strom und Gas ganz zu schweigen, gehen die Preise für Rohstoffe, Verpackungen, Energie und Logistik regelrecht durch die Decke. …ff

 

 

  

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