· 

Deutscher Hotelkongress: Hotelprojekte - Mehr als 20.000 Zimmer am Start

AHGZ - 2022-23/24 - Seite 1004-1005: 2022 dürfte für die deutsche Hotellerie eines der herausforderndsten Jahre überhaupt werden: Die Pandemiefolgen sind noch spürbar, gleichzeitig lassen sich viele vor der Krise geplante Hoteleröffnungen nicht weiter hinauszögern. Zudem verschärft sich noch der Wettbewerb> Corona zeigte Wirkung: Das Jahr 2021 verlief in puncto Eröffnungen deutlich ruhiger als erwartet. Noch im Januar waren nach Erhebungen der Treugast Solutions Group aus München insgesamt 263 Hoteleröffnungen geplant gewesen, lediglich 16 Prozent davon wurden tatsächlich so realisiert. 84 Prozent wurden verschoben beziehungsweise aufgegeben, von einigen sind jedenfalls keine aktuellen Status- Informationen mehr auffindbar. Im laufenden Jahr 2022 sollen laut Treugast-Analyse nun 147 Hotels mit insgesamt 22.765 Zimmern an den Start gehen. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei 155 Zimmern pro Hotel. Allerdings ist die durchschnittliche Zimmerzahl in A-Destinationen in der Regel doppelt so groß wie in D-Destinationen oder Ferienregionen. Dies wiederum führt dazu, dass die A-Standorte bei 47 Eröffnungen mit 42 Prozent den höchsten Zimmerzuwachs verzeichnen, D-Standorte mit stolzen 44 Eröffnungen derweil nur 24 Prozent der neuen Zimmer stellen. Für die bisherigen Platzhirsche in Kleinstädten heißt das: Warm anziehen! Schon vor der Pandemie hatten Investoren den überhitzten Märkten in A-Destinationen zunehmend den Rücken gekehrt und sich auf kleinere Städte konzentriert, wo nun hauptsächlich neue, schlanke Konzepte im Budget-Bereich aus dem Boden schießen. Dies spiegeln die Expansionslisten der meisten größeren Hotelgruppen wider. Sie setzen auch darauf, dass sich kleinere Städte während der Pandemie als resilienter erwiesen als große. ... ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0