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TRINKtime: Branchennews - Brauwesen im Umbruch / Bayerischer Brauerbund

First Class - 2022-05 - Seite 1004-: „Bayerns Brauer durchleben eine Phase des Umbruchs“ - so leitete Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, die Jahrespressekonferenz am 10. Februar im Brauerhaus in München ein. Es ging um Absatzentwicklung, den Biermarkt, die Situation in bayerischen Brauereien sowie künftige Aussichten. Was die Absatzentwicklung im Biermarkt betrifft, so war der deutsche Gesamtbierabsatz 2021 wie bereits im Jahr zuvor rückläufig - wenn auch nicht mehr so stark. Die deutsche Brauwirtschaft erzeugte vergangenes Jahr einen Bierabsatz (ohne alkoholfreies Bier und Malztrunk) von rund 85,29 Millionen Hektoliter. Verglichen zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 1,88 Millionen Hektoliter und 2,2 %. Die pandemiebedingte Schließung der Gastronomie und ein zweites Jahr ohne Feste und größere Veranstaltungen hinterlassen Spuren. Bayern verweist dabei als einziges Bundesland auf eine positive Entwicklung seines Bier-Gesamtabsatzes und verbucht 23,32 Millionen Hektoliter. Für eine Verschiebung der Absatzwege sorgen neben der Corona-Krise auch die demografische Entwicklung sowie ein sinkender Bierkonsum pro Kopf. In Bezug auf die Entwicklung des Bierverkaufs in Deutschland sei gerade die Gastronomie ausschlaggebend: „Sie steht für rund 30 % unseres Bierabsatzes. Ihre Bedeutung für den Umsatz der Brauereien ist jedoch ungleich größer“, erklärt Georg Schneider. Insbesondere kleinere, mittelständische Brauereien seien vom gastgewerblichen Lockdown überproportional betroffen gewesen. Zusätzlich zum Absatzverlust erreicht die Brauereien eine Kostenexplosion bei u. a. Rohstoffen, Verpackungen, Energie und Logistik. ...ff

 

 

  

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