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Nachhaltigkeit: Öko-Branche unter Preisdruck

Küche - 2022-05 - Seite 16-19: Durch die Preissprünge in vielen Bereichen wird nachhaltiges Handeln in den Profi-Küchen und im Gastgewerbe erschwert. Produkte aus der Bio-Landwirtschaft sind besonders betroffen. > Die Bio-Landwirtschaft sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Vor allem, wenn sie nach den Standards des EU-Biosiegels und nicht nach denen von Bioland, Demeter und ähnlichen Verbänden arbeitet. Proteinhaltige ökologische Futterkomponenten wie Sonnenblumen und Sojabohnen werden in Folge des Ukraine-Krieges in der Europäischen Union knapp. Davon gehen Fachleute aus den Landwirtschaftskammern übereinstimmend aus. Außerordentlich stark könnte das für Hochkonzentrate wie Sojapresskuchen gelten. Weil die maximal mit Proteinen angereichert sind, werden sie benötigt, um Defizite der Futterrationen auszugleichen. 400 Euro pro Tonne gab"s noch nie Für die am EU-Biosiegel ausgerichteten Teile der Öko-Branche kommt in der aktuellen Situation erschwerend hinzu: Es gelten für die ökologische Tierhaltung spezielle, 2022 noch einmal verschärfte Anforderungen. Eine neue EU-Verordnung hat die Mindestanteile an betriebseigenem und regional erzeugtem Futter heraufgesetzt. Zum Beispiel bei Schweinen und Geflügel von 20 auf 30Prozent. Ein wenig entschärft wäre die Misere wohl, wenn zeitweise wieder die bisherige alte Öko-Regelung angewendet werden könnte. … Doch die Würfel fallen bei der EU und die entsprechenden rechtlichen Hürden gelten als hoch. „Echte" Bio-Landwirte, die nach strengeren Regeln als denen der EU tätig sind, befinden sich in einer etwas komfortableren Situation. … Lebensmittel 40 Prozent teurer? Nach Auskunft der Kammer ist die Hafer-Versorgung „auf jeden Fall gesichert". Zumindest aus heimischer und westeuropäischer Produktion. …ff

 

 

  

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