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Krisenkommunikation: Shitstorm - und jetzt?

AHGZ - 2022-19/20 - Seite 21-: Eine unbedachte Äußerung oder ein heikles Thema - im Netz kann so schnell ein richtiger Shitstorm entstehen. Was dann zu tun und was unbedingt zu vermeiden ist> Es passiert meist unerwartet: Ein Unternehmen veröffentlicht einen leichtfertigen Kommentar oder widmet sich einem brisanten Thema, und plötzlich bricht ein digitaler Shitstorm los. Jüngstes Beispiel aus der Branche ist die Welle der Entrüstung um Wirtin Ricarda Biebl vom Schipperhus im Ostseebad Dierhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen. Sie hat nach vielen Diskussionen mit uneinsichtigen Eltern die Notbremse gezogen und bewirtet keine Familien mehr mit Kindern unter 12 Jahren. Die Bekanntmachung ihrer Entscheidung und dazu einige Medienberichte sorgten für mächtig Aufregung im Netz. ... So weit so gut. Doch was sollte in jedem Fall bei einem bereits laufenden Shitstorm im Netz vermieden werden? „Der Algorithmus auf jedem Social- Media-Kanal mag Engagement. Das bedeutet: Wenn ich mich in die Kommentare stürze und beginne, meinen Standpunkt zu rechtfertigen, führt das wiederum zu Antworten und es sehen immer mehr Menschen den Beitrag. Es entwickelt sich ein immer größerer Strudel. Und - auch wenn die Versuchung groß ist: Man sollte auf keinen Fall anfangen, Postings oder Kommentare zu löschen, nur weil sie nicht dem eigenen Standpunkt entsprechen. Lediglich Beleidigungen oder Beschimpfungen sollten entfernt werden, das aber auch aktiv kommuniziert werden mit einem Hinweis auf die Netiquette. ... ff

 

 

  

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