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Müssen uns als Branche teurer verkaufen" Rob Hornman ist CEO der Flemings Hotels

Cost & Logis - 2022-04 - Seite 6-: Im Interview spricht er über Ziele, Standortpolitik, die Auswirkungen von Pandemie, Krieg und Inflation sowie die Perspektiven der Branche. > Herr Hornman, Sie sind seit Anfang März CEO der Flemings Hotels. Welche Ziele haben Sie sich für die kommenden Jahre gesteckt? Wir haben einen Fünf-Jahres-Plan aufgestellt, der ein Wachstum um 15 Hotels vorsieht. Im Fokus sind Abschlüsse von Pachtverträgen für bestehende Häuser. Eigene Hotels wollen wir nur noch in Ausnahmefällen entwickeln. Die zu pachtenden Hotels werden wir in erster Linie unter den Eigenmarken Flemings und Flemings Express betreiben, dazu einige Häuser unter den Marken von Franchisepartnern. Im Norden und Osten Deutschlands sind Sie bisher kaum vertreten, kommen 2023 allerdings nach Hamburg. Ist das der Anfang einer stärkeren Verbreitung der Marke? Ja. Wir wollen regionale Lücken schließen. In Frage kommen dafür alle Standorte mit mindestens 1,5 Millionen Übernachtungen im Jahr - Städte wie zum Beispiel Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf. Mit unserer Midscale-Marke Flemings Express wollen wir auch an Standorten wie etwa Bremen und Wuppertal Fuß fassen. Inwieweit nimmt die Pandemie, in der die Ferienhotellerie deutliche Vorteile gegenüber Unterkünften in Städten hatte, Einfluss auf ihre künftige Standortpolitik? Es gab Zeiten, da hat sich keine Bank für die Finanzierung eines Leisure-Hotels interessiert. Das hat sich sukzessive geändert. In der Pandemie haben diese Unterkünfte sogar Vorteile, weil sich die Nachfrage nach Reisen zu einem maßgeblichen Teil ins Inland verlagert hat. Unabhängig davon glauben wir nach wie vor an unsere Standorte in Städten. Hier liegt unsere Kompetenz. Wir haben nicht vor, in die Resort-Hotellerie einzusteigen. Es sei denn, es ergäbe sich die Gelegenheit, eine ganze Gruppe in dem Segment zu übernehmen. … Welchen Einfluss haben Krieg, Pandemie und Inflation auf ihr Business und wie beurteilen sie die Aussichten? Die Hotellerie befindet sich am Ende der „Nahrungskette". Unsere Kosten für Energie, Personal und Lebensmittel sind innerhalb kurzer Zeit um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Gleichzeitig brach die Nachfrage in der Pandemie ein. …ff

 

 

  

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