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"Hygiene darf nicnt ungemütlich werden” George Olden ist Direktor für Hygiene von Ecolab

Cost & Logis - 2022-04 - Seite 24-: Cost & Logis sprach mit ihm über neue Hygiene, die Zusammenarbeit seines Unternehmens mit Fußballclub-Legende Manchester United und die Gratwanderung zwischen Sicherheit und Gemütlichkeit. > Herr Olden, Sie sind Ecolab's erster Hygiene-Direktor. Warum wurde diese Position etabliert? Uns wurde klar, dass es im Zuge der Pandemie ein stark wachsendes Bedürfnis nach Hygiene in nicht-klinischen Umfeldern wie zum Beispiel im Stadion, Hotel oder Restaurant gibt. Da war es folgerichtig, eine entsprechende Position im Unternehmen zu schaffen, um das Thema personell zu verankern. Wird das gestiegene Bedürfnis der Menschen nach Hygiene anhalten, wenn die Pandemie zu Ende geht? Davon gehen wir aus. Ob nun Fußballclubs, Hotels oder anderweitige Einrichtungen - sie alle fühlen sich für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Gäste verantwortlich. Einer Studie vom University College London zufolge sinkt das Risiko, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren dank regelmäßiger Nutzung von Handhygiene- Stationen um 36 Prozent. Das gilt auch für viele andere Virus-Arten. Ecolab ist eine Partnerschaft mit dem weltberühmten britischen Fussballverein Manchester United eingegangen, sorgt seitdem für die Sicherheit von Fans und Mitarbeitern des Vereins. Haben sich die angestellten von Manchester United an die neuen Hygienestandards gewöhnt? Mehr als das. Ihr Fokus hat sich verschoben: Früher haben sie sich konzentriert auf das Reinigen, heute liegt das Augenmerk vor allem auf Hygiene und begleitend auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie uns verschiedene führende Manager des Vereins unabhängig voneinander berichtet haben. Das hat uns in unserer Arbeit natürlich bestätigt. Händehygiene ist Bestandteil ihres Konzepts: Wie aufwändig ist das im Fall Man Utd.? Wir haben Old Trafford, das legendäre Stadion von Man Utd. mit rund 2.000 Desinfektions-Spendern ausgestattet. Pro Spiel fließen zirka 300 Liter Desinfektionsmittel. Seit dem Beginn unserer Zusammenarbeit sind an den im Stadion für die Händehygiene aufgebauten Stationen mehr als fünf Millionen Hände desinfiziert worden. Wichtig ist, die Stationen an den richtigen Stellen zu platzieren, an neuralgischen Punkten, an Übergängen, an denen das Bedürfnis nach Hygiene besonders groß ist. Das hat viel mit Psychologie zu tun. …ff

 

 

  

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