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Versicherungstipp - Wellness: Das gilt bei Unfällen

Top hotel - 2022-04/05 - Seite 28-: Für viele Gäste ist der Wellnessbereich für ein gelungenes Hotelerlebnis besonders wichtig. Doch passieren dort Unfälle, müssen Ansprüche geprüft und im Zweifel die Versicherung hinzugezogen werden. Was können die Gäste verlangen - und was nicht? Wellness ist nach wie vor ein Megatrend, viele Hoteliers haben deshalb ihre Bade- und Erholungsbereiche zu wahren Wohlfühloasen ausgebaut. Neben Schwimmbecken im Innen- und Außenbereich werden unterschiedliche Saunen und medizinische Behandlungen angeboten. Nicht selten kommt es trotz größter Achtsamkeit und Vorsicht zu Unfällen und Verletzungen. So könnte ein Gast stürzen und Schadenersatz verlangen. In einer finnischen Sauna mit Eisaufguss kann sich jemand die Füße verbrennen und daraufhin beschweren. Treten nach einer Massage Schmerzen auf, könnten Gäste Schmerzensgeld verlangen. Wie sollten Hoteliers in solchen Fällen vorgehen? Betriebshaftpflicht entscheidend Fast alle Betriebe im Gastgewerbe hierzulande haben eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen. Wenn im Wellnessbereich oder bei anderen Services im Hotel etwas schiefgeht, übernimmt der Versicherer den Schaden. Dabei sind die Leistungen der Versicherung klar definiert: Sie bezahlt bei berechtigten Ansprüchen. Unberechtigte Ansprüche werden dagegen abgewehrt. Für die oben genannten Beispiele gilt nun, dass beim Sturz im Schwimmbad ein Verschulden des Hoteliers geprüft werden muss. Wurde die vorgeschriebene Rutschhemmklasse erfüllt, besteht die Aufgabe der Versicherung in der Abwehr unberechtigter Forderungen. Ein Gast muss in bestimmten Wellnessbereichen mit Nässe rechnen und entsprechend vorsichtig laufen. Verbrennungen in der Sauna können passieren, wenn der Mitarbeiter den Ofen zu stark erhitzt hat, dann besteht Haftung. …ff

 

 

  

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