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Rechtstipp: Was gilt bei Absagen?

Top hotel - 2022-04/05 - Seite 29-: Gründe für eine Absage oder ein Verschieben einer Veranstaltung finden sich zahlreiche. So wird der Veranstalter plötzlich krank oder am Veranstaltungsort tritt kurz vorher ein Wasserschaden auf. Nicht selten stellt sich im Streitfall die Frage nach der Rechtslage. > 1. Was, wenn der Location vom Veranstalter abgesagt wird? Ein typisches Beispiel: Es wurde ein Vertrag abgeschlossen, um eine Veranstaltung zu einem bestimmten Datum in einer Location durchzuführen. Die Parteien sind dann an den Vertrag gebunden und können sich grundsätzlich nicht davon lösen. Ein Lösungsrecht könnte dem Veranstalter zum Beispiel nur zustehen, wenn die Location aus sicherheitstechnischen Gründen nicht zur Durchführung taugt. Sagt der Veranstalter trotz fehlendem Lösungsrecht eine Veranstaltung ab, so muss er trotzdem die vereinbarte Raummiete zahlen. Sind dem Austragungsort durch die Absage Aufwendungen erspart geblieben, müssen diese jedoch angerechnet werden. So können zum Beispiel die Kosten noch nicht bestellter Lebensmittel für das Catering wegfallen. Wurden Stornierungsklauseln in den AGB vereinbart, sind diese zunächst einmal zu beachten. … 2. Was, wenn die Location dem Veranstalter absagt? Auch die Location darf gebuchte Räume nicht grundlos absagen. Die vereinbarten Pflichten, in diesem Fall das Bereitstellen der Örtlichkeit, entstehen mit der verbindlichen Buchung. Wird das verwehrt, kann der Kunde einen adäquaten Ersatz buchen oder die Veranstaltung generell absagen. In beiden Fällen muss die Location den Schaden des Veranstalters ersetzen. Der Schaden besteht entweder im entgangenen Gewinn des Kunden oder in den Kosten für einen neuen, adäquaten Veranstaltungsort. Eine AGB-Klausel für ein außerordentliches Rücktrittsrecht ist nur dann zulässig, wenn dieses auf sachlich gerechtfertigte Gründe beschränkt ist. …ff

 

 

  

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