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Getränkemarkt: Bier wird bald teurer

AHGZ - 2022-17/18 - Seite 12-: Hohe Energiepreise stellen die Brauer vor Herausforderungen. Auch die Folgen der Pandemie schlagen zu Buche. > Die Corona-Einschränkungen in der Gastronomie sind aufgehoben und die Biergartensaison kann beginnen. Doch zum Feiern gibt es für Deutschlands Brauer kaum Gründe. „Das Jahr 505 nach Gründung des Reinheitsgebotes wird sich als Kostenbooster in die Geschichte der Brauwirtschaft einbrennen“, so Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Brauerei Veltins anlässlich des Tages des Bieres am 23. April: „Für viele regionale Brauer ist der Druck in der Buchhaltung größer als im Sudkessel.“ Sorgen wegen des Ukraine-Krieges > Große deutsche Brauereien haben indessen Preiserhöhungen angekündigt oder bereits umgesetzt - lange geplant und keine unmittelbare Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen. Denn Kostensteigerungen in sämtlichen Bereiche machen der Branche zu schaffen. Wie in vielen anderen Wirtschaftsbereichen ist zudem die große Besorgnis über die weitere Entwicklung des Ukraine-Krieges und einen möglichen Gaslieferstopp zu spüren. „Lieferengpässe und Kostensteigerungen sind wir leider gewohnt - bereits die Coronakrise hat uns schwer zugesetzt. Aber was gerade passiert, sprengt alle Dimensionen. Wir sehen bei Rohstoffen, Verpackungen, Energie und Logistik nie gekannte Preiserhöhungen“, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. Besonders bei Braumalz und Neuglas gingen die Einkaufspreise bei neuen Lieferverträgen oder teilweise auch bei Klauseln in den bestehenden Verträgen durch die Decke. Gerade die vielen kleinen Brauer ohne langfristige Lieferverträge und Preisabsicherungen hätten Mühe, in der Kostenwelle den Kopf über Wasser zu halten, so die Einschätzung von Experten. …ff

 

 

  

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