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Ausbildungsreform: Die Neuordnung bringt mehr Qualität in die Kochausbildung"

chefs - 2022-04 - Seite 8-10: Hans Schneider, Vorsitzender DEHOGA Bundesausschuss für Berufsbildung, über die Herausforderungen und Ziele bei der Neuordnung der gastgewerblichen Berufe, den detaillierteren Ausbildungsrahmenplan, die gestreckte Abschlussprüfung und den neuen Ausbildungsberuf Fachkraft Küche > Sie sind Vorsitzender im DEHOGA Bundesausschuss für Berufsbildung und waren Koordinator Küchenberufe im Neuordnungsverfahren. Wie kommt man zu dieser Aufgabe? Schneider: Ich bin gelernter Koch und Küchenmeister, seit meinem 21. Lebensjahr Unternehmer. Ich bilde seit 35 Jahren und immer noch mit Begeisterung aus. Seit zwölf Jahren führe ich mit einem 30-köpfigen Team das Hotel Riesengebirge im fränkischen Neuhof an der Zenn bei Nürnberg und habe drei Auszubildende im Kochberuf und vier im Hotel- und Restaurantfach. Ich war mit der letzten Neuordnung von 1998 in einigen Punkten nicht einverstanden, z.B. dass das Prüfungsmenü viele Wochen im Voraus bekanntgegeben wird, was in den IHKBezirken unserer Republik erstaunlich unterschiedlich gehandhabt wird. Das entspricht für mich nicht dem Leistungsprinzip und der Realität in unserem Beruf. Ich wollte aber nicht nur kritisieren, sondern selbst aktiv mitgestalten. Also habe ich mich zur Mitarbeit im Berufsbildungsausschuss entschlossen, zunächst im DEHOGA Bayern und später dann auch im DEHOGA Bundesverband. … chefs!: Wer waren die Macher der neuen Ausbildungsordnungen? Schneider: Unter der Federführung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) waren dies neben den Sozialpartnern - sprich dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband) für die Arbeitgeberseite und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die Arbeitnehmerseite - die Sachverständigen und deren Stellvertreter aus der betrieblichen Praxis sowie Repräsentanten der zuständigen Bundesministerien - d.h. des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Alles in allem waren rund 70 Experten*Innen ins Verfahren involviert …ff

 

 

  

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