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Ukraine-Hilfe: Kochen für Flüchtlinge

foodservice - 2022-04 - Seite 28-: Seit Beginn des russischen Angriffskriegs haben Hunderttausende Menschen die Ukraine verlassen und suchen Schutz - auch in Deutschland. Alexander Walter, Catering-Chef von Käfer, berichtet über die besonderen Herausforderungen und Begegnungen bei der Bewirtung der Ukraine-Flüchtlinge. > Notsituationen können ungeahnte Kräfte freisetzen - im Team und bei einem selbst. Dies weiß auch Alexander Walter. Er ist Geschäftsführer bei Käfer Service Hamburg und hat mit seiner Crew die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine in den Messehallen der Hansestadt versorgt, als verantwortlicher Messe-Caterer. Ein Erlebnis, das sich bei ihm eingebrannt hat. Am 8. März, so Walter, trafen die ersten 250 Menschen in der Erstunterkunft ein, am 9. März seien es 500 gewesen und ein Tag später bereits über 1.000. Innerhalb kürzester Zeit musste er mit seinem Team die Bewirtung stemmen: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Die Coronakrise hat den Messe-Caterer lange Zeit „arbeitslos“ gemacht, fielen doch alle Events ersatzlos aus. „Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Februar noch in Kurzarbeit“, sagt er. Insofern sei die Bewirtung der Flüchtlinge nach zwei Jahren Pause für das gesamte Team ein Kaltstart gewesen: von heute auf morgen und von 0 auf 100 Prozent Leistung. Ein Kraftakt für das gesamte Käfer- Team. Die Versorgung der Menschen lief jeweils in 3-Stunden-Slots. Frühstück von 7 bis 10 Uhr, Mittag von 11.30 bis 14.30 Uhr und Abendessen von 17 bis 20 Uhr. „Wir haben uns jedoch nicht sklavisch an diese Zeiten gehalten. Am Abend etwa haben wir Aufschnitt- Platten und Brot bis zum nächsten Morgen stehen gelassen - für die Menschen, die noch einen späten Hunger verspüren.“ …ff

 

 

  

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