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Trouble Shooter: Gewinnausschüttung nach Kassenlage des Gesellschafters zulässig

foodservice - 2022-04 - Seite 12-: Ein gutes Konzept allein genügt bekanntlich nicht. Erst recht nicht in der Foodservice-Branche. Man muss man die PS auch auf die Straße bekommen. Das gelingt in der Regel nur durch Arbeitsteilung und partnerschaftliches Verhalten. Gesellschaftsrechtlich ist es wichtig, wie man die Zusammenarbeit optimiert, denn die Verhältnisse von Franchise- Geber und -Nehmer könnten unterschiedlicher kaum sein. Franchise-Nehmer sind in der Regel ehemalige Mitarbeiter im Foodservice-Bereich, die erkannt haben, dass sie mehr als servieren oder kochen wollen. Es sind geborene Manager mit Spaß an Organisation und Leitung eines Restaurants. … In der Praxis werden Filialen von Franchise-Systemen oft in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Neben dem Franchise-Nehmer wird dabei nicht selten auch der Franchise-Geber Anteilseigner der GmbH. Aber auch wenn man sich als Partner versteht, so können die Interessen hinsichtlich der Ausschüttungspolitik mitunter doch recht unterschiedlich sein. So kann der Franchise-Geber eher an geringeren Ausschüttungen interessiert sein; der Franchise-Nehmer könnte hingegen auch bereits in der Anfangsphase ein hohes Interesse an Gewinnausschüttungen haben, zum Beispiel, um Sondertilgungen für sein privates Häuschen zu leisten. … Der Bundesfinanzhof hat das im Herbst 2021 eindeutig bestätigt. Gewinnausschüttungen können daher auch nur für einen bzw. nicht für alle Gesellschafter beschlossen werden. Die Gewinne, die nicht ausgeschüttet werden, können also vorgetragen und erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschüttet werden. …ff

 

 

  

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