· 

Kommentar Christian Preusser: Katastrophe als Chance nutzen

foodservice - 2022-04 - Seite 113-: Das Ausmaß der Zerstörung im Ahrtal ist unvorstellbar. Mehr als acht Monate nach der tödlichen Flutwelle ist immer noch deutlich sichtbar, mit welcher Kraft und Wucht das Wasser durch das enge Tal peitschte. Im Angesicht dieser unvorstellbaren Katastrophe und der immensen Schäden ist es bewundernswert, mit welcher Entschlossenheit und Tatkraft das Gastgewerbe die Ärmel hochkrempelt: 90 Prozent der betroffenen touristischen Destinationen wollen so schnell wie möglich wieder ihren Betrieb aufnehmen und Gastgeber sein. In der Region herrscht zur Stunde große Betriebsamkeit: Bagger rollen, Handwerker verlegen Estrich, Glaser setzen neue Fenster ein. Erste, von der Flut beschädigte Restaurants in Bad Neuenahr-Ahrweiler empfangen Gäste, Winzer laden zu Weinberg-Touren, es wird in diesem Frühling zum „Wandern für den Wiederaufbau“ gerufen. Der Wiederaufbau der Region, da sind sich die Menschen hier einig, muss mehr als eine Rekonstruktion werden: zukunftsgerichtet, klimabewusst, kohärent. So beinhaltet diese Katastrophe immerhin die Chance, alte Fehler auszubügeln und eine präzise touristische Infrastruktur zu schaffen. „Wer nichts waget, der darf nichts hoffen“, schrieb Friedrich Schiller; und spricht man mit Gastronomen und Hoteliers in Altenahr, Dernau, Mayschoß, so findet man hier einen Optimismus vor, der sich offenbar auch genau diesem Motto verpflichtet hat. …ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0