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Aeon B&B, Ritten Oberbozen, Südtirol: Entschleunigung Deluxe

Hotel&Technik - 2022-02 - Seite 24-29: In Oberbozen ist ein reizvoller Rückzugsort mit Rundumblick über die alpine Berglandschaft des Rittner Hochplateaus entstanden. Das Adults-Only-B&B bietet viel Raum für Zweisamkeit. Der Name Aeon steht für Zeitlosigkeit, für die Ewigkeit - also für genau das, worum es im Aeon-Urlaub geht. Das alles eingefasst in ein architektonisches Statement> Trotz aller Abgeschiedenheit dürften die Entscheidungen schwerfallen: Wandern gehen, wellnessen oder einfach im Zimmer und auf dem Balkon die Seele baumeln lassen, während man vom Bett oder der XL-Gartenliege aus in die Weite und auf das satte Grün der Wiesen und Wälder schaut? Max Ramoser, General Manager des Aeon, stellt jedenfalls fest, dass seine Gäste schon nach der ersten Nacht herunterfahren, dass der Alltagsstress spürbar von ihnen abfällt. Und er ist überrascht, wie jung sie sind. Zwar ist das Publikum gemischt, doch den hohen Anteil der Jahrgänge 1985 bis 2000 hatte der Hotelchef angesichts der Preislagen so nicht erwartet. Für eine Übernachtung mit Frühstück bewegen sich diese je nach Jahreszeit und Zimmerkategorie zwischen 180 und 220 Euro pro Person. „Unsere Gäste investieren ihr Budget offenbar lieber bei uns in vier Tage Genuss auf hohem Niveau als andernorts in eine längere Auszeit mit weniger Annehmlichkeiten“, stellt der Hotelier fest und freut sich über Stammgäste, die seit der Eröffnung im Juli bereits mehrmals wiederkamen. Auch Ramoser ist mit 27 Jahren ein junger Chef. Der Hotelkaufmann sammelte jedoch bereits in mehreren Fünfsternehäusern Erfahrungen, bevor er neben dem 550 Jahre alten Bauern- und Gasthof seiner Familie das Projekt Aeon startete. Hier dürfte auch eine der Herausforderungen liegen. Denn während der Lobishof seiner Eltern eine beliebte und quirlige Anlaufstelle für Ausflügler und Familien ist, richtet sich das Aeon an ruhesuchende Erwachsene. Daher wurden die beiden neuen Gebäude auf dem weitläufigen Grundstück bewusst weit nach hinten versetzt. Sie kehren den bestehenden Anlagen mit einigem Abstand quasi den Rücken zu, ohne ihnen ihrerseits den Blick zu nehmen. Gleichzeitig ist Ramoser überzeugt, dass auch seine Gäste offen für das Traditionelle sind, das nebenan geboten wird. ... ff

 

 

  

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