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Ukraine-Konflikt: Krieg treibt die Preise

AHGZ - 2022-13/14 - Seite 11-: Ob Getreide und Mehl, Sonnenblumenöl, Senf oder Geflügelfutter: Die Kosten für Rohstoffe steigen massiv. > Die Auswirkungen der Corona- Pandemie schlagen weltweit durch - der Ukrainekrieg verschärft die Situation: Rohstoffe und Energie werden teurer oder gar knapper, Logistikketten reißen oder verlangsamen sich. Hersteller und Handel reagieren mit Preiserhöhungen. Für Gastronomen herausfordernd: Speziell im F&B-Bereich steigen die Beschaffungskosten - gerade auch bei Grundprodukten. Getreide und Sonnenblumenöl sind wichtige Agrargüter der Ukraine. Teilweise legten die Preise um 30 Prozent und mehr zu. Kriegsbedingt stockt zudem die Ausfuhr. Verbraucher reagieren auf das Szenario: Aus dem Lebensmitteleinzelhandel werden Hamsterkäufe gemeldet, die Abgabemengen wurden auf den üblichen Bedarf begrenzt. Senf könnte bald knapp werden > Gibt es bald nur noch Ketchup zur Wurst? Deutschlands Senfhersteller klagen über Versorgungsengpässe bei importierten Saaten. Einer der wichtigsten Lieferanten für Senfsaat ist laut Lebensmittelverband Kulinaria die Ukraine. Sollten die Lieferungen infolge des Krieges im Jahresverlauf ausbleiben, könnte es in der zweiten Jahreshälfte eng werden. Heimische Ware gibt es nicht in den erforderlichen Mengen. Tierfutter in Bioqualität - auch hier ist die Ukraine ein wichtiger Erzeuger. Speziell Bio-Geflügelhaltern könnte in den kommenden Monaten wegen des Ukrainekriegs das geeignete Futter ausgehen. „Die Bio-Tierhalter sind als erste von den Kriegsauswirkungen betroffen. Wir werden eine echte Versorgungskrise beim Bio-Futter haben“, prognostiziert Friedrich-Otto Ripke, der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft. …ff

 

 

  

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