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Tourismus an der Ahr: Kraftakt ohne Beispiel

AHGZ - 2022-13/14 - Seite 2-3: Im vergangenen Sommer zerstörten Wassermassen das Ahrtal. Wie geht es dem Gastgewerbe in der Region heute? > Sie plätschert so friedlich vor sich hin, die Ahr, das ideale Flüsschen, Papierboote auf Reisen zu schicken. Sanft schlängelt sie sich zwischen steilen Schieferhängen hindurch, entlang majestätischer Weinberge, die seit Jahrhunderten kultiviert werden. Das Ufer jedoch zeugt von der brachialen Wucht und zerstörerischen Kraft, die der Fluss vor nun fast neun Monaten in diesem romantischen Tal entfesselte. Am 14. Juli 2021 ließen starke Regenfälle die Ahr auf einen Pegelstand von geschätzt sieben Meter ansteigen - so genau weiß das niemand, gegen 20.45 Uhr wurde der Pegel in Altenahr bei einem Stand von 5,75 Metern vom Wasser weggetragen. Das Tal wurde geflutet. 134 Menschen kamen in der Region an diesem Tag ums Leben, 500 Gebäude wurden von der Flut mitgerissen, 3000 Häuser beschädigt, 80 Prozent der rund 600 gastgewerblichen Betriebe zerstört. … Es gibt eine große Unbekannte > Knapp 50 Sitzplätze, im Sommer soll es losgehen. Ob’s klappt? „Es muss“, sagt Lukas Sermann. Ein paar Meter die Straße runter liegt die Kellerei der Familie, gegen die während der verhängnisvollen Nacht ein weggespültes Einfamilienhaus krachte. Sie steht schon wieder. 400 Freiwillige halfen beim Wiederaufbau. Zwischen den neuen Stahltanks und Holzfässern soll noch vor Ostern temporär ein kleines Ausflugsrestaurant einziehen. Regionale Küche für Wanderer und Tagesausflügler. … Flut beschädigten Betrieben immerhin 90 Prozent wieder öffnen wollen“, sagt Gereon Haumann, Präsident des Dehoga in Rheinland-Pfalz. Allerdings gestalte sich der Wiederaufbau wie ein Ironman. …Den Gastwirten läuft die Zeit davon > Diese Katastrophe hat immerhin die einmalige Chance gebracht, die Region neu aufzubauen, sie als eine einheitliche Tourismusregion zu definieren und zu begreifen. Das irre Ausmaß der Zerstörung macht eine Zahl deutlich: Der Schaden im Ahrtal wird insgesamt auf 15 Milliarden Euro geschätzt. …ff

 

 

  

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