· 

Kolumne: Schadenersatz - Pandemie

Cost & Logis - 2022-02 - Seite 19-: Diese Pandemie wird, soweit sie überhaupt mal ein Ende findet, Spuren hinterlassen, von denen viele jetzt noch gar nicht absehbar sind. Und dies stellt ein Problem dar. Der Staat hatte, um Schlimmeres zu verhindern, über Gesetzte und Verordnungen in unser aller Leben eingegriffen. So auch in unser Grundrecht der freien Berufsausübung nach Art. 12 Absatz 1 GG, wie zum Beispiel mit dem Beherbergungsverbot. Aber diese Eingriffe erfolgten eben nicht in allen Branchen gleich. Bei den einen mehr, bei anderen weniger und noch anderen gar nicht. Damit kommt es, marktwirtschaftlich betrachtet, zu Ungleichbehandlungen und zu Marktverzerrungen, mit dramatischen Folgen für die Betroffenen. Mit diesem Wissen, dass für bestimmte Branchen Hilfen zwingend nötig waren, was auch der Aufklärungsarbeit von IHA und Dehoga zu verdanken ist, hat der Staat eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um Unterstützung zu leisten. Das ist schon mal grundsätzlich gut. Die Frage ist nur: Reicht das aus? Aktuell wurden Überbrückungshilfen nochmal verlängert, aber ist danach alles wieder beim Alten? Wir hatten eine solche Situation noch nicht, bestimmte Branchen auszubremsen und dies über fast zwei Jahre. Eine Zeit, in der sich die betroffenen Unternehmen nicht so haben entwickeln können, wie jene, die nicht betroffen waren. Wir können auch nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Und so ist es sehr einseitig, die Hilfen lediglich an Größen wie Umsatz oder Kosten zu koppeln. Denn es ist auch Schaden entstanden. Betriebsunterbrechungen von diesem Ausmaß führen zu Schäden, ob in Prozessen, Anlagen, Personalstrukturen oder eben der Unternehmensentwicklung. ...ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0