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Pro & Contra: Speiseeis selbermachen / Contra: Markus Fischer, Adventure Camp Schnitzmühle, Viechtach/Niederbayern

chefs - 2022-03 - Seite 78-79: Natürlich spiele ich bisweilen mit dem Gedanken, mein eigenes Eis zu machen. Ich könnte meine Kreativität ungebremst entfalten und Sorten entwickeln, die niemand außer uns hat. Zum Beispiel ein Eis mit selbstgepflückten Vogelbeeren und Waldheidelbeeren oder ein Weihnachtseis mit Sternanis und Pflaume. Wir brauchen rund 1600 Liter Speiseeis pro Jahr, da würden sich wahrscheinlich die Investitionskosten nach fünf, sechs Jahren amortisieren. Doch zunächst einmal wäre es richtig teuer, die späteren Betriebskosten im schwankenden Saisongeschäft noch nicht eingerechnet. Um unseren Eisbedarf mit Eigenproduktion zu decken, bräuchten wir zwei Profi-Eismaschinen und einen klimatisierten Raum für die HACCP-gerechte Eisproduktion. Platz hätten wir, z.B. für einen Glaskubus im Innenhof um das frisch produzierte Eis direkt aus der Eismaschine zu verkaufen. Doch das bleibt zunächst ein Wunschtraum, denn wir haben im Moment weder die Zeit noch die Mitarbeiter, um eine eigene Eis- Manufaktur zu stemmen. ... Nein, nein - ich bleibe vorläufig bei den Sortimenten der Eishersteller, die mir Festpreise bieten, die längere Zeit gültig sind, und damit ein Maximum an Kalkulationssicherheit. Ich weiß auch das Plus der längeren Lagerfähigkeit zu schätzen, gerade wenn mal weniger Betrieb ist. Vier bis sechs Monate in der Kühlung sind bei Markenspeiseeis gar kein Problem. Ein selbstgemachtes, frisches Eis hingegen müsste ich schnell verkaufen, das würde erheblichen Druck ins Spiel bringen. ... ff

 

 

  

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