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Mehr Offenheit im Gastgewerbe: Warum sich Flagge zeigen lohnt

Küche - 2022-03 - Seite 74-75: Zehn Prozent der Bevölkerung bezeichnen sich als nicht heterosexuell, sagen Experten. Eine Zielgruppe, mit der sich auch das Gastgewerbe näher befassen sollte > Vor den Filialen von Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Co. wehten sie schon mehrfach unübersehbar im Wind: Regenbogenflaggen. Und nicht nur dort: Auch Gastronom:innen zeigen zunehmend Flagge, um mit dem Regenbogen ihre Solidarität mit der sogenannten LGBTQ-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Queer) auszudrücken. Die Fast-Food- Kette Burger King beließ es nicht beim Flaggen, sondern spendete im Rahmen einer Kampagne zusätzlich einen Euro pro verkauftem Whopper an den Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD). Professor Stephan Weinert von der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen zieht noch immer innerlich den Hut vor solchen Regenbogen-Aktionen. Er lehrt Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement am Fachbereich Marketing und Personalmanagement. Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht, so argumentiert Weinert, sei das Gastgewerbe gut beraten, wenn es sich für die LGBTQ-Community und ihre Themen weiter offen zeige. Ob dieses Eintreten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bestimmte Kundinnen und Kunden verprellen könnte? Stephan Weinert meint: „Es wäre naiv, das nicht zu glauben. "Vorurteile seien schließlich noch immer verbreitet. Dem könne man jedoch entgegenhalten, dass derzeit rund zehn Prozent der Menschen sich als nicht heterosexuell bezeichnen: „Die Dunkelziffer ist vermutlich höher." Ein „beachtliches Kundensegment", findet Stephan Weinert. ... ff

 

 

  

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