· 

Der erste Eindruck immer öfter online - Gast Perspektive: Die neue Kolumne Food-Journalist Stevan Paul

Küche - 2022-01/02 - Seite 12-: Ich bin gelernter Koch, arbeite aber mittlerweile seit über zehn Jahren als Kochbuchautor, Rezeptentwickler und Food-Journalist. Betriebliche Abläufe sind mir also nicht gänzlich fremd, doch heute sehe ich Restaurants und Hotels eher aus der Perspektive des Gastes. Dabei fällt mir auf, was in vielbeschäftigten Betrieben im Alltagstrubel oft untergeht. Meist sind es Kleinigkeiten, die helfen, Gästen ein optimiertes Erlebnis zu bieten. Darum geht es künftig hier. Und wo wir uns gerade kennenlernen: Wie lernen Ihre Kunden eigentlich Sie kennen? Potenzielle Gäste werden meist über Artikel, die sozialen Medien oder Empfehlungen auf Sie aufmerksam. Weil viele tagtäglich über viele Stunden vor dem Rechner sitzen, führt der nächste Weg direkt ins Internet. Da wird's dann mitunter unübersichtlich, die gute alte Homepage scheint überwiegend ausgestorben. Häufig ist eine nachlässig gepflegte Facebook-Seite die einzige Visitenkarte. Es mangelt oft an den rudimentärsten Informationen, stattdessen verwackelte Bilder aus der Küche, ein veraltetes Menü. Nicht nur ein eher konservatives Publikum schaltet hier ab und ist weg. Erschwerend kommt hinzu: Ihre betriebliche FB-Seite gehört nicht ihnen, sondern Mark Zuckerberg ... ich bin unsicher, ob sie den Mann als ständigen Mitarbeiter wollen. Es braucht Zeit, ein Mindestmaß an Technikverständnis und Formulierungs-Talent, um Facebook attraktiv zu gestalten. Die klassische Homepage ist da ein smarter Service für Gäste, ein Anker in den Nachrichtenströmen der Netzwelt. Ihre Seite erstellen bestenfalls Fachkräfte, die sich mit Design und Funktionalität auskennen. Fragen sie nach einem Redaktions-System, mit dem sie Updates unkompliziert selbst vornehmen können - das wäre die große Nummer. ...ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0