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Sebastian Wenk, Geschäftsführer vom Liebesbier Urban Art Hotel: Guter Service sollte mehr geschätzt werden

First Class - 2022-01/02 - Seite 14-15: Sebastian Wenk, Geschäftsführer vom Liebesbier Urban Art Hotel, gibt Einblicke in die Planungsphase und Vision. > first class: Herr Wenk, wie entstand die Idee, das Hotel zu eröffnen? Zur Brauerei gehört ein Areal, das unter anderem das Restaurant Liebesbier beherbergt, das meine Eltern vor fünf Jahren mit Jeff Maisel eröffnet haben. Es befindet sich in den alten Gemäuern des Grundstücks. Auf dem Gelände gab es noch zwei weitere Altbauten, die leer standen. Wir haben überlegt, was wir daraus machen können. Das Liebesbier ist sowohl regional als auch überregional bekannt und wurde immer schon sehr gut angenommen, speziell von Firmen, die gerne ihre internationalen Gäste zu uns einladen. Für diese wurden dann oft in der Nähe Übernachtungsmöglichkeiten gesucht. Wir haben also die alten Gebäude auf dem Gelände mit einem Neubau verbunden, die bestehende Architektur aufgegriffen und sind auf die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten eingegangen. Wie schon im Liebesbier Restaurant haben wir beim Bau nur „echte“ Materialien verwendet wie Echtholz und Schwarzstahl. … Wie kam die Kooperation mit den KünstlerInnen zustande? Als wir die Werke für das Restaurant gesucht haben, haben wir nicht einfach online Kunst bestellt, sondern sind nach Berlin, Leipzig etc. gefahren und haben vor Ort Galerien und Künstler besucht. Wir haben im Liebesbier Restaurant ein Werk von Hera, vom Künstlerduo Herakut, das einen grinsenden Mops zeigt. Sie war schon bei uns zu Besuch und hat gemeinsam mit der Brauerei ein Artbier gebraut. Denn die Brauerei braut einmal im Jahr gemeinsam mit einem Künstler ein Bier nach dessen Geschmack, wobei der Künstler oder die Künstlerin auch das Etikett gestaltet. Hera haben wir von der Hotel-Idee erzählt und sie war sofort begeistert und hat die Kuration für das gesamte Projekt übernommen. … Welche neuen Erfahrungen haben Sie mit dem Hotel machen können? Es ist immer noch herausfordernd. Viele Schwierigkeiten gab es während der Planung, wobei ein Teil aber durch die aktuelle Lage entstanden ist. Firmen hatten Ausfälle, Material war nicht lieferbar. Wir hatten eine Firma, die nicht kommen konnte, weil alle in Quarantäne waren. Eine Woche später steht dann aber trotzdem das Anschlussgewerk vor der Tür. Also das ständige Umplanen war schon aufreibend. Im September waren unsere Künstler zum Malen da, da sollten eigentlich die Handwerker schon fertig sein. ...ff

 

 

  

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