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Alles was recht ist: Inflation und Indexierung

hotelbau - 2022-01 - Seite 21-: Derzeit werden Preissteigerungen des Lebenshaltungskostenindex von p.a. ca. 5 Prozent verzeichnet. Die meisten Pachtverträge und Mietverträge sind indexiert, die Anpassungsfaktoren variieren von moderaten ca. 60 Prozent bis hin zu Vollindexierungen. Die Inflation wird sich in deutlichen Anstiegen der Kaltpachten niederschlagen. Angesichts des Agierens der Staaten und Zentralbanken spricht viel für die Annahme, dass die Inflation langfristig anhalten wird. Zum einen steht die Politik vor dem Klimawandel als kostenaufwendige Jahrhundertaufgabe. Zum anderen ist die Verlockung hoch, sich mittels Inflation zu entschulden. Diese Pachterhöhungen sind für Hotellerie schwer zu schultern: Generell hat die Hotellerie gegenüber Verbrauchern kaum Preissetzungsmacht, anders als z. B. der Lebensmitteleinzelhandel. Die Branchenprobleme der Hotellerie kommen hinzu: drastische Preissteigerungen für Energie und Lebensmittel, Personalknappheit, Steigerungen der Baukosten, die auf die Höhe der Kaltpachten im Neubau durchschlagen. … Hierzu die Eckfaktoren von Indexklauseln: Faktor 1 ist die Kaltpacht als Anfangswert, der indexiert wird. Faktor 2 sind die Freijahre, also die Zeit zwischen dem Vertragsbeginn (Übergabe) und der ersten indexbedingten Anpassung. Faktor 3 ist die Frage, ob die bis Ende der Freijahre erfolgten Indexveränderungen in die erste Anpassung hineinzählen - dann erzeugt diese meist einen sehr starken Ansprung, für den Pächter eine teure Regelung. ...ff

 

 

  

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