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Kommentar: Mindestlohn als Chance!

foodservice - 2022-01/02 - Seite 53-: Neue Mitarbeiter zu finden und im Unternehmen zu binden - eine der größten Herausforderungen 2022, sagen die befragten Gastro-Profis unserer foodservice Ausblick- Umfrage. Keineswegs Einzelfälle! Eine bessere Bezahlung könnte helfen, das schlechte Image der Branche aufzupolieren! Etwa per Mindestlohn-Anhebung: zum 1. Januar 2022 von 9,60 auf 9,82 Euro brutto je Stunde.10,45 Euro empfiehlt die Mindestlohnkommission im zweiten Erhöhungs-Step ab 1. Juli 2022. Die Regierungskoalition plant auf Initiative von Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, den Mindestlohn sogar 2022 auf 12 Euro je Stunde zu erhöhen. Viele Befragte unserer Ausblick-Umfrage sehen realistisch, dass sie mit geringen Löhnen in der Gastro keine Mitarbeiter gewinnen und halten können. Zugegeben, großen Marken und Gastro-Ketten fällt dies leichter als kleinen Individualisten. Doch: Es gäbe ja Mittel und Wege, als Unternehmer nicht auf Mehr-Kosten sitzen zu bleiben: Preiserhöhungen zum Beispiel. Für Top-Qualität oder Bio ist der Gast durchaus bereit, mehr zu zahlen. Warum nicht auch für Top-Service? Die Wertschätzung der Gastronomie ist Corona-bedingt groß. Eine Chance, die die Branche nutzen kann. Schließlich: Als verantwortungsvoller Arbeitgeber könnte man das Thema durchaus einmal durch die Arbeitnehmer-Brille betrachten. Auch die Mitarbeiter belasten steigende Kosten, ob Energie-, Mietkosten, Krankenkassen-Beiträge oder Versicherungen und nicht zuletzt Mieten und Preissteigerungen - Stichwort Inflationsrate. Die finanzielle Situation vieler Beschäftigter sei in durch Corona besonders betroffenen Branchen dramatisch und würde unverhältnismäßig verschärft, sollte auch noch die Aufstockung entfallen, warnen Experten. Höhere Löhne sind hier absolut nötig und vertretbar. ...ff

 

 

  

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