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Kfz-Versicherung: Wissenswertes für den Winter

Top hotel - 2021-12 - Seite 24-: Die früh einsetzende Dunkelheit, vereiste Fahrbahnen und schlechte Sicht führen im Winter deutlich häufiger zu Unfällen im Straßenverkehr. Einige Tipps helfen, den Versicherungsschutz nicht aufs Spiel zu setzen. > Die O-bis-O-Regel kennt jeder: Wird es Oktober, kommen die Winterreifen ans Auto und werden bis Ostern gefahren. Dabei gibt es für Reifen keine gesetzliche Pflicht mit definiertem Zeitraum, da die regionalen Witterungsunterschiede im Bundesgebiet zu hoch sind. Was die Straßenverkehrsordnung in § 2, 3a allerdings vorschreibt, ist eine geeignete Bereifung bei Glätte und Schneematsch. Reifenhersteller definieren hier eine Temperaturgrenze von sieben Grad und niedriger. Kommt es ohne geeignete Bereifung zu einem Unfall, reguliert die eigene Kfz-Haftpflicht den Schaden am gegnerischen Fahrzeug. Aber Achtung bei „Gefahrerhöhung“: Der Schadenverursacher kann unter Umständen mit bis zu 5.000 Euro in Regress genommen werden, wenn klar erkennbar ist, dass das Fahrzeug ohne Winterreifen bereits für längere Zeit genutzt wurde. Auch der Zustand der Winterreifen (Profiltiefe nicht unter 1,6 Millimeter) ist ausschlaggebend. In Österreich wird eine Mindestprofiltiefe von vier Millimeter bei Winterreifen gefordert. Ist der Geschädigte ohne Winterreifen unterwegs, wird diesem eine Mitschuld zugesprochen und er bleibt auf einem Teil der Kosten sitzen. Die Vollkasko reguliert selbst verursachte Schäden am eigenen Auto, jedoch auch hier mit Einschränkungen: Ist anhand der Schadensituation ersichtlich, dass sich der Versicherungsnehmer grob fahrlässig verhalten hat, kann der Versicherer prozentuale Abzüge in der Entschädigungsleistung vornehmen, zum Beispiel bei Sommerreifen auf bereits wochenlang schneebedeckter Fahrbahn. ...ff

 

 

  

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