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Citymarketing: Frankfurt kämpft sich zurück

Top hotel - 2021-12 - Seite 30-32: Mit seinem hohen Anteil an internationalen wie auch an Business- und MICE-Gästen gilt Frankfurt am Main als einer der größten touristischen Verlierer der Coronapandemie in Deutschland. Dass sich die Mainmetropole jetzt aus dem Tief herausbewegt, hat sie nicht zuletzt ihrem engagierten City- und Tourismusmarketing zu verdanken. > Der Schock für Frankfurt im März 2020 war enorm: Der Flughafen gespenstisch leer, Business-Reisende im Homeoffice, das MICE-Geschäft und die Messe am Boden, touristische Reisen untersagt. So hatten sich die Investoren der zahlreichen neuen Hotels im messenahen Europaviertel oder im Quartier Gateway Gardens am Flughafen, aber auch die Mieter des erst im Herbst 2018 eröffneten Touristenmagnets Neue Altstadt die Zukunft gewiss nicht vorgestellt. 2019 zählte Frankfurt laut Tourismus+Congress GmbH (TCF) noch fast elf Millionen Übernachtungen und 68 Millionen Tagesreisen. Damit generierte die Stadt aus dem Tourismus einen Gesamtumsatz von fünf Milliarden Euro. Die Branche brachte der Stadt 470 Millionen Euro an Mehrwert- und Einkommenssteuer. 71.000 Menschen lebten in Frankfurt unmittelbar vom Tourismus. 308 Hotelbetriebe stellten insgesamt 59.506 Betten zur Verfügung. Das Verhältnis des Business- und MICE-Aufkommens zu Leisure lag bei 67 Prozent zu 33 Prozent. 2019 fanden an 235 Veranstaltungsstätten 108.173 Veranstaltungen mit 5,75 Millionen Teilnehmern statt. Die wichtigsten Quellmärkte für dieses MICE-Segment waren Großbritannien, die USA, und die Schweiz. Die treibenden Branchen sind Banken, Chemie/Pharma, EDV/ IT, Immobilien, Kommunikation, Medizin und Logistik. Lockdowns und Reiseverbote führten im Vergleich 2019/2020 zu einem Rückgang der Gästezahlen von 6,2 auf 2,2 Millionen, das entspricht einem Minus von 65 Prozent. … Seit Oktober 2020 ist Singer als Leiter des City- und Stadtteilmarketings bei der Stadt Frankfurt beschäftigt. …ff

 

 

  

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