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So angelt man sich Fachkräfte

24 Stunden Gastlichkeit - 2021-06 - Seite 30-32: Der Personalmangel in der Gastronomie hat die Dynamik zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verändert. Die Chefetage muss umdenken > Der Mitarbeiterstab des Gastgewerbes hat Federn gelassen. Die pandemiebedingte lange Aussichtslosigkeit auf eine Rückkehr des Tourismus löste bei den Beschäftigten eine Branchenflucht aus: Allein in Deutschland haben 325.000 Fachkräfte laut des Beratungsunternehmens MRP Hotels der Branche den Rücken gekehrt. Auch in Österreich fehlen nach Hochrechnungen ca. 50.000 bis 55.000 Fachkräfte. Aushilfskräfte, die traditionell einen großen Anteil der Arbeitskräfte in Hotellerie und Gastronomie ausmachen, mussten sich ebenfalls umorientieren, da sie keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld hatten. Doch auch beim Nachwuchs fehlt es an allen Ecken und Enden. Aufgrund der Schließungen der Betriebe wurden weniger Lehrlinge ausgebildet - der Branche fehlen also fast zwei vollständige Ausbildungsjahre. Diese Zahlen machen einmal mehr klar, dass die Branche neue Ansätze in Bezug auf ihre Mitarbeiter benötigt. Das weiß auch Malte Budde, General Manager im Hyatt Regency Mainz. An erster Stelle steht für ihn, seine Mitarbeitenden zu motivieren: „Ich kann von meinen Mitarbeitern nichts erwarten, was ich nicht auch selbst bereit wäre zu tun, daher möchte ich mit gutem Beispiel vorangehen. Im Rahmen der Möglichkeiten komme ich morgens pünktlich und ich versuche auch, abends pünktlich zu gehen. Ich habe eine Familie mit zwei kleinen Kindern, mit denen ich Zeit verbringen möchte. Wenn meine Mitarbeiter sehen, wie ihr Geschäftsführer mit Rändern unter den Augen Stunde um Stunde dasitzt, dann schreckt das viel eher ab und keiner möchte meine Position erreichen.“ ... ff

 

 

  

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