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Interview Andrea Belegante: Wie gemacht für Köchinnen und Köche / Systemgastronomie

Küche - 2021-12 - Seite 66-67: Die Corona-Pandemie hat auch der Systemgastronomie stark zugesetzt. Trotzdem ist die Branche nach wie vor ein interessanter Arbeitgeber für Köchinnen und Köche, sagt Andrea Belegante, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Systemgastronomie (BdS). Wir haben sie interviewt > KÜCHE: 2019 war die Welt der Systemgastronomie noch in Ordnung- die Branche befand sich auf Wachstumskurs. Dann kam Corona. Wie stark hat die Pandemie die erfolgsverwöhnte Systemgastronomie getroffen? Andrea Belegante: Umsatzeinbußen von 50 Prozent und mehr waren keine Seltenheit. Der Dschungel aus Coronaverordnungen und kurzfristig bekannt gegebenen Maßnahmen erschwerte die Situation zusätzlich. Hinzu kamen Sorgen um die eigene Gesundheit und die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kurzum: Es war ein sehr belastendesJahr2020fürdie Branche, deren Unternehmen und Beschäftigte. 2021 war beziehungsweise ist ebenso belastend. Und auch für 2022 rechnen wir mit weiteren Unwägbarkeiten und einem Umsatzniveau, das unter dem Vorkrisenstand sein wird. ... Wie sieht es mit den Möglichkeiten für Köchinnen und Köche aus, sich in der Systemgastronomie auch kreativ zu betätigen? Bei der Zubereitung der Gerichte, das muss man ehrlicherweise sagen, ist das kreative Potenzial gering. Die Rezepturen stehen. Der Gast erwartet überall gleiche Standards und diese sind auch festgelegt. Doch Köchinnen und Köche können in der Systemgastronomie natürlich ihre Erfahrung und Kreativität einbringen. Denn es werden ständig neue Produkte entwickelt und neue Speisen kreiert. Dabei können dann die Fähigkeiten von Köchinnen und Köchen unbedingt genutzt werden. Insgesamt sehe ich die Systemgastronomie auch für die Berufsgruppe der Köche als interessante und spannende Branche an. ... ff

 

 

  

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