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Cornelia Poletto: Aus Liebe zum Produkt

Küche - 2021-12 - Seite 24-29: Cornelia Poletto ist eine der wenigen Frauen in der deutschen Spitzengastronomie, die seit mehr als 20 Jahren erfolgreich ihren eigenen Weg geht - mit viel hanseatischem Charme und einer Prise italienischer Leichtigkeit. Wir haben die Köchin in ihrem Restaurant in Hamburg besucht > Reinkommen, ankommen, loslassen, genießen - das wird dem Gast bei Cornelia Poletto leicht gemacht. Wer ihr Restaurant im Hamburger Stadtteil Eppendorf betritt, findet sich in einem Ambiente wieder, das den Küchenstil der Hausherrin widerspiegelt: klassisch italienisch, dabei leicht und elegant, mit klaren Linien, ohne Chichi. Das gilt umso mehr, als das „Cornelia Poletto" zum 10-jährigen Jubiläum in diesem Jahr renoviert wurde. Verschwunden ist jetzt der Feinkostverkauf im neu gestalteten Eingangsbereich und damit auch Polettos ursprüngliches Konzept, „einfach einen tollen Feinkostladen mit ein bisschen Gastronomie zu machen". Im neuen Dreigestirn von Restaurant, Deli und Kochschule möchte die passionierte Köchin das fortsetzen, was sie auch in ihrer TV-Sendung „Polettos Kochschule', a Is Autorin von mittlerweile sieben Kochbüchern und Herausgeberin des vierteljährlich erscheinenden Magazins „Cornelia Polettô' von jeher als ihre Mission versteht: „die Freude am Kochen und die Wertschätzung, die ich selbst für hochwertige Lebensmittel habe, zu vermitteln." Tatkräftig unterstützt wird Cornelia Poletto dabei von ihrem Küchenchef Robert Stechmann. „Ich bin sehr produktverliebt", sagt Poletto. Besonders geprägt habe sie darin - neben den Großeltern, die früh ihre Begeisterung für gutes Essen förderten- vor allem Spitzenkoch Heinz Winkler, bei dem sie in den Neunzigerjahren in die Lehre ging. „Sicher eine der härtesten Ausbildungen, die man damals machen konnte' erzählt sie. Winkler sei gnadenlos in seiner Erwartungshaltung und im Umgang mit seinen Azubis gewesen, eine Haltung, die Poletto, die längst selbst ausbildet, heute rundheraus ablehnt. Damals sei sie aber „einfach fasziniert von dieser Art des Kochens, von dieser hohen Qualität der Küche" gewesen. „Ich wollte kochen, kochen, kochen" - und ja, irgendwann dafür auch einen Stern bekommen, was ihr heute längst nicht mehr so wichtig ist, wie sie sagt. ... ff

 

 

  

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