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Arbeitsverträge: Das gemeinsame Band stärken

AHGZ - 2021-49-52 - Seite 18-: Arbeitsverträge haben stets zwei Dimensionen: Außer der juristischen Seite gibt es auch immer eine subjektiv-psychologische. Welche Herausforderungen das für Arbeitgeber bedeutet und wie sie ihnen begegnen können, weiß Experte Wolfgang Fuchs > Wenn wir von einem Arbeitsvertrag sprechen, denken wir unweigerlich in rechtlichen Dimensionen: Rechte, Pflichten, Laufzeit oder etwa Fristen. Neben dem rechtlichen Vertrag gibt es aber auch eine andere Variante - den psychologischen Vertrag. Dieser ist nicht schriftlich fixiert, wird in der Regel nicht ausdrücklich betont und ist den Beteiligten auch nicht immer wirklich bewusst. Und trotzdem wird er regelmäßig geschlossen - zwischen Gastwirt und Bedienung, Personalchefin und Azubi, Hoteldirektorin und Abteilungsleiter. ... Die Austauschbeziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich in den vergangenen Jahren geändert und damit auch das psychologische Band. Die Dynamik der Märkte und die Veränderung der Unternehmensstrukturen - etwa durch Outsourcing oder befristete Arbeitsverhältnisse - haben den traditionellen Vertrag erodieren lassen, das Band ist loser geworden. Unternehmen und Mitarbeiter denken weniger in einer langfristigen Perspektive, die gegenseitige Loyalität hat abgenommen, das individuelle Kosten-Nutzen-Kalkül hat zugenommen. ... ff

 

 

  

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